Feb 03
Alle Vermögensberater bekamen im Jahre 2007 einen neuen Vermögensberatervertrag zugeschickt. Die Deutsche Vermögensberatung scheute die Mühe nicht, alle ihre zigtausend Mitarbeiter anzuschreiben und diese dazu aufzufordern, das neue Dokument zu unterschreiben. Dann sollte es zurück gesandt werden. Anschließend wurde es in der Zentrale in Frankfurt am Main unterschrieben und mit Empfangsbekenntnis an den Vermögensberater zurück geschickt.
Warum dies alles? Warum die Müh?
Diese Großaktion wurde damals verkauft mit Absicherungen und Anpassungen an die neuen europäischen Regelwerke, welche auch immer damit gemeint waren.
Jetzt, nach zwei Jahren, im Januar 2009, platzt die DVAG mit der Wahrheit heraus. So ließ sie mitteilen, sie habe einen Teil des Vertragswerkes doch nur deshalb abgeändert, um in Zukunft zu verhindern, dass die Arbeitsgerichte zuständig sind.
Die Arbeitsgerichte waren es nämlich, die Teile des Vertragswerkes für unwirksam erklärt hatten.
Es ist der Weisheit letzter Schluss: Lügen haben nicht immer kurze Beine, werden jedoch auch kaum älter als zwei Jahre.