Jun 30

kurz gesagt

Allgemein, DVAG RA Kai Behrens

Den “Galliern” wurde gekündigt.

Die AachenMünchnener versucht sich, von ihren letzten Vertrieblern zu trennen.

Die Kündigungen schrieb… wer wohl… die DVAG Allfinanz.

Früher kündigte sie noch im Namen der AachenMünchner, jetzt kündigt sie unverhohlen angeblich eigene verträge, die die “alten” Vertriebler mit der Allfinanz haben sollen.

Wir fragen uns: Wie geht denn das?

Die Handelsvertreter haben schließlich mit der Allfinanz nie einen Vertrag unterschrieben.

Wir wissen es auch - noch - nicht.

Jun 29

Nicht nur bei der DVAG möchte man moderne Arbeitsweisen einführen und bloggert fröhlich mit, nein auch der AWD will sich nichts nachsagen lassen und hat nun auch einen eigenen Blog eingerichtet.

Die DVAG tut es seit dem 4.6.09, der AWD seit dem 24.6.09. Wer hat da wohl von wem abgeguckt?

Jun 28

Habe grad mal in dem neuen DVAG-Blog gestöbert. Diesmal lästerte man nicht über den AWD, sondern lobte sich und seine Produkte. Auch einfallsreich.

Angeblich soll es ein Produkt der DVAG geben, eine Berufsunfähigkeitsversicherung der AachenMünchner, die in einem Test ordentlich abschnitt. Weil der Verfasser dort so ein tolles Produkt im eigenen Hause fand, wollte er das dann auch gleich verallgemeinern mit den ungeschickten Worten: “Die von uns vermittelten Produkt sind top!”

Entweder muss es “das vermittelte Produkt” heißen oder “die vermittelten Produkte”. Aber bleiben wir lieber bei nur einem Produkt, welches angeblich top sein soll.

Wenn man das Wort Berufsunfähigkeitsversicherung anklickt, stößt man auf eine Seite über Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Dass das etwas ganz anderes ist, wissen sogar wir Anwälte. Dass man das aber bei der DVAG nicht weiß, nehmen wir zur Kenntnis. So preisen wir keine Beratungsleistungen an.

Man hatte dann noch einen tollen link geschaltet. In der Erwartung, ich könne mit dem link “Stiftung Warenstest” auf den tollen Test stoßen, stieß ich auf eine Seite über Sonnencremes. Dort hieß es: “Sonnenschutzmittel: Der Adel geht baden”.

Ist der Name Programm?

Ich habe das gute Produkt der DVAG mit den links der DVAG nicht gefunden….

Leider verschweigt die Lobhudelei auch, dass von den getesteten Berufsunfähigkeitsversicherungen 26 mit sehr gut abschnitten und die der AM nicht zu den preiswertestens zählen durfte (wie auch, wollen ja nicht wenige kräftig mitverdienen).

Lustig ist dann auch, dass man die vom Verfasser gesetzten “Tags” sehen kann. Dort wurden Stichwörter wie aachenmünchener, bestnote, sehr gut und seriös eingegeben (was auch sonst?). Der Inhalt des Berichtes in dem DVAG-Blog ist in Anbetracht seiner vielen Fehler damit sicher nicht gemeint….

Jun 27

heißt der Titel einer Talkshow vom 10.6.09 im Rahmen von “hart aber fair”, moderiert von Frank Plasberg.

Wer die Sendung nicht kürzlich im Fersehen sehen konnte und wer am Wochenende noch ein bisschen Zeit für kritische Fragen hat, dem ist sie zu empfehlen. Mit dabei auch Frau Ilse Aigner, unsere Verbraucherschutzministerin.

Frank Plasberg leitet so wunderschön über auf das allgemeine Problem der Falsch- und Schlechtberatungen in unserem Finanzdienstleistungsbereich…

…und schon sind wir wieder bei unseren Strukturvertrieben.

In den nächsten Tagen werden wir uns aber verstärkt um die Kündigungen kümmern müssen, die den letzten AachenMünchenern ins Haus flattern. Wir berichteten bereits gestern darüber und werden dies in den nächsten Tagen auch tun.

Ein Vorstandsmitglied der deutschen Vermögensberatung Allfinanz meinte in einer Vorbesprechnung, die angekündigte Vorgehensweise mit dem - wie er wohl fand lustigen - Satz umschreiben zu müssen: “Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen”.

Das nennen wir Humor…

Jun 26

Bekanntlich verkaufen Vermögensberater Produkte fast ausschließlich der AachenMünchener. Die AachenMünchener hatte früher selbst einen eigenen Stamm von Vertriebsmitarbeitern beschäftigt, ordentlich abgesichert und nicht in einem fragwürdigen Pyramidensystem eingegliedert.

Bekanntlich musste sich die AachenMünchener gegenüber der DVAG verpflichten, ihre Außenvertriebsorganisation aufzulösen. Folglich wurde auf alle Vertriebsmitarbeiter der AachenMünchener erheblicher Druck ausgeübt, die dann nach und nach in eine neu geschaffene Deutsche Vermögensberatung AG Allfinanz umgesiedelt wurden.

Ganz AM-Vertrieb ist von den Vermögensberatern besetzt. Ganz AM? Nein! Ein von unbeugsamen AM-Vertrieblern bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten (es tun sich Parallelen zu Asterix und Obelix auf, die sich erfolgreich gegen die Römer zur Wehr setzten).

Bis heute gibt es noch 22 Agenturen, die sich wacker gegen die Neueingliederung zur Wehr setzten (bis vor wenigen Wochen gab es noch 38).

Laut internen Kreisen soll auch diesen Agenturen das Vertragsverhältnis mit der AachenMünchener gekündigt werden.

Noch vor Jahren ließ der Vorstand der AachenMünchener glücklich verkünden: Wegen der vertraglichen Verpflichtung mit der DVAG wird keine Kündigung ausgesprochen.

Getreu dem Motto von Obelix seinerzeit:  “Was geht mich mein Geschwätz von gestern an”, werden jetzt die restlichen Kündigungen zum 30.6.09 erwartet.

Wer wird die Kündigungen aussprechen? Auch hier gibt es bereits nähere Informationen: Nicht die AachenMünchener wird die Kündigungen erklären, sondern die DVAG Allfinanz.

Gibt es einen stärkeren Ausdruck der Unterwerfung, wenn man einem anderen Unternehmen erlaubt, die Verträge mit seinen langjährigen und treuen Agenturen zu kündigen? Wir glauben nicht.

Jun 25

Auch wenn es mitllerweile langweilen könnte:

Und wieder einmal die Frage der Zuständigkeit der Gerichte, wenn ein Vermögensberater von der DVAG verklagt wird:

Am 08.06.2009 entschied das Oberlandesgericht Dresden, dass für Rechtstreitigkeiten zwischen der DVAG und den Vermögensberatern das Arbeitsgericht zuständig sei.

Dabei sagt das Oberlandesgericht Dresden, dass eine Vermögensberaterin eine so genannte Ein-Firmen-Vertreterin kraft Vertrages ist. Schließlich gehe das Verbot aus dem Vertrag über das gesetzliche Verbot  hinaus.

Im Übrigen konnte die DVAG auch nicht das neue Urteil des BGH retten, welches sich hinsichtlich der bezogenen Vergütung auseinandergesetzt hatte. Auch in diesem Fall kam das OLG Dresden zu dem Schluss, dass die DVAG hätte substantiiert darlegen müssen, wenn sie behauptet, der Vermögensberater habe mehr als 1.000,00 € monatlich bezogen. Nur Rechtsausführungen zu machen, würde dieser Pflicht nicht genügen.

Jun 24

Lesen Sie selbst!

Jun 24

Jetzt sind wieder die Bänker am Pranger. Nicht nur die Lehman-Anleger fühlen sich betrogen.

Die Gewerkschaft Verdi spricht bei den Bankberatungen von Drückermethoden und systematischer Falschberatung. Solche Worte kannten wir bisher nur von umstrittenen Strukturvertrieben.

Der Gewerkschaftssekretär Roman Eberle von der Verdi hat eine Web-Seite eingerichtet, in der die Bänker von den unlauteren Methoden berichten können. Dort soll es unter anderem heißen:

„Der Kunde wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, und es reicht trotzdem nie“.

Auf „Teufel komm mal raus“ müssten Produkte im Depot gedreht werden, um mehr Provisionen zu erzielen. Im 4-bis -8- Wochen-Takt werde20auf Anleger eingeredet, Hauptsache die Terminquote stimme. Nach 30 bis 60 Minuten müsse irgendetwas verkauft sein, ob es passt oder nicht.

Nachzulesen ist das alles im Spiegel und in den Westfälischen Nachrichten.

Letztere boten dann auch gleich eine Umfrage an, ob man denn nun noch Vertrauen zu seinem Bankberater hat.

Ps: Ich habe auch schon abgestimmt, verrate aber nicht, was ich gewählt habe…

Jun 23

Die Kollegen der Kanzlei Tilp haben zugeschlagen:

PRESSEMITTEILUNG

BGH legt schriftliche Urteilsgründe zum Urteil „Kickback IV“ vor - TILP Rechtsanwälte erstreitet weit über den Komplex Kickback hinausgehendes Grundsatzurteil zu Fragen des Organisationsverschuldens von Banken und der Beweislast beim Verschulden – Banken drohen jetzt Schadenersatzprozesse für Verfehlungen der letzten 30 Jahre

Kirchentellinsfurt, den 23.06.2009. Der Bankrechtssenat des BGH unter seinem neuen Vorsitzenden Wiechers hat nunmehr die mit Spannung erwarteten schriftlichen Gründe zu seinem Urteil vom 12.05.2009, AZ: XI ZR 586/07 („Kickback IV“) vorgelegt. Danach stellt der BGH erstmals höchstrichterlich fest, dass Banken wegen Nichtumsetzung von Richtlinien der BaFin wegen Organisationsverschulden haften und auch beweisen müssen, dass sie Verstöße nicht vorsätzlich begangen haben.

Heimlich hinter dem Rücken des Kunden vereinnahmte Kickbacks sind verwerflich

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Jun 22

Verbandsklage “Gesprächsnotizen”

Nicht ungeschickt agieren die AWD-Anwälte gegen die Verbandsklage des VKI, der die streitbare Vertragspraxis der “Gesprächsnotizen” überprüfen lassen wollte. Vor Gericht erlitten die Verbraucherschützer im ersten Anlauf eine Niederlage. Der VKI lässt sich nicht beirren und fragt:

1. Darf der AWD Anlegern solche kleingedruckten Tatsachenbestätigungen unterjubeln – sprich: darf er solche Klauseln im Geschäftsverkehr verwenden?

2. Welchen Beweiswert haben solche Bestätigungen, wenn Tausende Anleger behaupten, dass ihr jeweiliger AWD-Berater die Risken einer Veranlagung in Immobilienaktien schlicht nie erwähnt hat und statt dessen diese Veranlagung als „sicher“, ja sogar als „mündelsicher“ bezeichnet hat?

Der VKI spricht von “systematischer Fehlberatung”.

Sammelklage “Immofinanz”

Ende Juni geht es weiter mit der Sammelklage wegen der Immofinanz, über die nun auch bundesdeutsche Medien berichten:

“Die österreichische Justiz ermittelt derzeit gegen Ex-Immofinanz-Manager wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation, der Untreue und des Betruges.”

Kommt uns irgendwie bekannt vor …