Sep 30

Harte Zeiten sind für das Vermitteln von Investmentfonds angebrochen: Das Handelsblatt zitiert einen Branchenkenner mit den Worten:

“Im härtesten Fall dürften von 25 000 Vermittlern nur 2 000 ohne Lizenz übrig bleiben; sollte der Gesetzgeber lediglich moderate aufsichtsrechtliche Vorschriften durchsetzen, bis zu 15 000.”

Weiter bei “Finanzdienstleister im Härtetest”.

Hätten solide Berater ihren Kunden derartige Produkte guten Gewissens etwa als Altersvorsorge verkaufen dürfen? Diskutieren Sie mit, das Diskussionsforum unten ist freigeschaltet!

Sep 30

Im Kommentarforum eines Berichts über die Rivalität zwischen dem DVAG-Unternehmensblog und unserem Handelsvertreterblog geht es hoch her! Dies ist nicht anders zu erwarten, wenn man sich mit über 400.000 Handelsvertretern im Finanzvertrieb anlegt und Klartext schreibt.

Bemängelt werden zum einen unsere gelegentlichen Polemika, die meist die Deutsche Vermögensberatung AG betreffen. Dies ist ein Zugeständnis an Leser, die ein rein juristisches Informationsangebot in entsprechender Fachsprache abschrecken würde. Entsprechende kabarettistische Einlagen im Blog aind aber auch unser Ventil, unglaublich zynische Praktiken im Handelsvertreter-Bereich seelisch zu verarbeiten - etwa wie diese hier.

Weiterhin beklagt sich Dr. Helge Lach persönlich, dass wir die Kommentarfunktion sperren würden. Dies Entscheidung hatten wir letztes Jahr getroffen, weil sich das insoweit für zuständig haltende Landgericht Hamburg für Blog-Betreiber eine weltfremde Haftung praktizierte. Wie in meinem Blog zum Äußerungsrecht nachzulesen, wird dieser grotesk-scharfen Haftung nunmehr von den Oberlandesgerichten nicht mehr gefolgt. Aus diesem Grunde können wir es uns jetzt leisten, die Kommentarfunktion zu öffnen, ohne Tag und Nacht das Blog zu überwachen.

Also, Herr Dr. Lach, kommentieren Sie ruhig! Wir haben viele Fragen an Sie.

Sep 30

Och nö, Herr Dr. Lach, so geht das aber nicht!

Da verlinken wir kostenlos Ihre neckischen PR-Videos, und prompt werden die dann immer gelöscht - verständlich. Aber dass Sie gerade Ihren eigenen Beitrag “http://www.dvag-unternehmensblog.de/2009/09/28/dvag-gratuliert/” gelöscht haben, in dem Sie ihrer geschätzten Gastrednerin Frau Merkel und Ihrem Beirat Herrn Westerwelle zur geglückten Wählertäuschung gratulieren und an Ihre Lobby-Vorgaben erinnern, ist doch sehr ärgerlich.

Für die Nachwelt sei daher hier Ihr schamloses Zitat festgehalten:

(…) Und das zum Teil inzwischen nicht mehr erträgliche Ausmaß bürokratischer Regelungen, gerade auch in unserem Berufsstand, muss abgebaut werden. Dazu gehört auch, den Vermögensberater-Beruf nicht durch gesetzliche Regelungen zu diskreditieren, sondern ihn als gesamtwirtschaftlich dringend notwendig so gut wie möglich zu fördern. (…)

Stattdessen jammern Sie nunmehr:

Mehrfach wurde hervorgehoben, dass der Blog auch für Menschen, die sich für den Beruf des Vermögensberaters interessieren, eine inhaltsreiche Informationsquelle im Internet geworden ist, der mehr Seriösität zugesprochen wird als tendenziösen Internet-Foren, in denen es – meist auf niedrigem Niveau – wenig um die Sache geht.

Und gehen mit gutem Beispiel voran, indem Sie sich selbst für die Lächerlichkeit bejubeln, es gäbe Ihr Blog schon drei Monate - und befände sich auf “Erfolgskurs”. Außerdem versprechen Sie:

Viel wird über uns geschrieben, auch im Internet, in dem heute jeder ungeprüft alles behaupten darf. Mit unserem Blog wollen wir stattdessen mit fachlicher Grundlage Position beziehen und so Positives verstärken und vermeintlich Negatives richtig stellen.

Herr Dr. Lach, wenn wir irgendetwas Unwahres schreiben, bitten wir Sie um sofortige Korrektur, die wir 1:1 veröffentlichen werden. Und wenn wir hier oder woanders Lügen über die DVAG schreiben würden, würde hier sofort eine anwaltliche Abmahnung aus dem Fax quillen. Bislang blieb es ruhig.

Also, Dr. Lach, schön sportlich bleiben, ja?

Sep 29

Gerade ist auf Telepolis.de meine Kurzanalyse der FDP-Verstrickungen mit der Versicherungswirtschaft erschienen, da stoße ich zufällig auf Westerwelles Berühung mit niemand geringerem als mit dem Finanzvertrieb MEG, der ein kleines Problem mit der Staatsanwaltschaft hat. So schreibt die Hessische/Niedersächsiche Allgemeine über den ehemals von Memeth Gökers geleiteten Finanzvertrieb:

Dabei dürften nicht nur die Kosten für das laufende Geschäft Thema gewesen sein. Sondern auch Termine, die per Hubschrauber erledigt wurden. Oder ein Essen in einem Kasseler Restaurant, zu dem Gäste wie FDP-Chef Guido Westerwelle per Hubschrauber von MEG eingeflogen wurden.

Bei dem Essen ging es um Unterstützung im Wahlkampf. Kopeinigg bestätigte das Gespräch von Göker und Westerwelle, aber eine Wahlkampfunterstützung werde es nicht geben. Die wirtschaftliche Entwicklung der MEG AG sei nach wie vor positiv.

Naja, immerhin ein bisschen Status für den künftigen Vielflieger. Schon mal über eine Auslandskrankenversicherung nachgedacht, Herr Westerwelle?

Sep 29

Am 24.09.2009 gab es vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main einen Kammertermin in einem Rechtsstreit der Deutschen Vermögensberatung AG DVAG.

Man stritt darum, ob Provisionen, die im Rahmen von Vorschüssen zur Auszahlung gekommen sind, von dem Vermögensberater zurück zu zahlen sind. Die Deutsche Vermögensberatung behauptete, die Verträge seien storniert worden. Man habe zu viel gezahlt und verlange dies nun zurück.

Der Vermögensberater hielt dem entgegen, dass die DVAG keine Versuche unternommen hatte, die Verträge zu erhalten. Außerdem bestritt er, dass es in dem Umfang zu den Stornierungen gekommen ist.

Das Gericht beschäftigte sich überwiegend mit der Frage, wer nunmehr vor diesem Hintergrund beweisbelastet ist. Es sah jedoch die Möglichkeit als sehr groß an, dass sämtliche 130 Verträge einer genauen Überprüfung im Rahmen einer Beweisaufnahme unterzogen werden müssten. Spätestens drohe dies in der Berufungsinstanz.

Eine klare Äußerung dazu, wer was beweisen musste, wollte das Gericht jedoch nicht abgeben. Es sagte jedoch, dass unter Berücksichtigung der Rechtsprechung gleichermaßen Dinge für die eine als auch die andere Rechtsansicht sprechen.

Im Ergebnis bedurfte es dann keiner gerichtlichen Entscheidung mehr.

Sep 28

Da hatte ich mich gerade über die Verstrickung der Pius Brüder-Partei mit der DVAG aufgeregt, da schockiert uns das DVAG-Unternehmensblog mit einer neuen Hiobs-Botschaft: Der Vorsitzende der ehemaligen Spaß- und Fallschirmspringerpartei FDP Dr. Guido Schwesterwelle sitzt im Beirat von Deutschlands größter Strukki-Bude.

Zu so viel Dreistigkeit fällt uns, ehrlich gesagt, nichts mehr ein.

Aber werfen wir doch einmal einen Blick auf die einträglichen Nebenämter des natürlich ausschließlich seinem Gewissen verpflichteten Politikers! Da findet man einige Versicherungsgesellschaften, darunter die Hamburg-Mannheimer, deren Strukki-Vertrieb Hamburg Mannheimer International HMI im Niveau locker mit der DVAG konkurrieren kann.

An wen denkt der Guido eigentlich zuerst, wenn er morgens aufwacht? An Sie, oder an diese Herrschaften hier?

Funktionen in Unternehmen

ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Düsseldorf
Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3

Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt/Main,
Mitglied des Beirates, jährlich, Stufe 3

Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, Hamburg,
Mitglied des Beirates (bis 31.12.2008)

TellSell Consulting GmbH, Frankfurt/Main,
Mitglied des Beirates, 2006, Stufe 3

Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat Weiterlesen »

Sep 28

Am Donnerstag erschien auf Telepolis.de mein Beitrag zur politischen Verstrickung der Deutschen Vermögensberatung AG mit der CDU sowie deren Spendenbereitschaft für Schwarz-Gelb. Leider waren mir bis dahin noch nicht die aktuellen Zahlen bekannt gewesen: So waren auch dieses Jahr sogar 150.000,- Euro Spenden für die FDP drin.

Was dürfen wir von einer Regierung erwarten, die den Arbeitsgesetzen und Sozialsystemen dermaßen Hohn spricht, in dem sie sich für einen Strukturvertrieb einspannen lässt? Dessen Handelsvertreter zum Großteil am Existenzminimum laborieren - und gegängelt werden? Die massenhaft die Verbraucher - äh, nun ja - “berät”?

Sep 27

Hochverrat

Allgemein RA Markus Kompa

“Report München” über Jörg Asmussen.

Sep 27

AWD und DVAG beharken sich weiter vor Gericht darüber, wer sich am irreführendsten bewerben darf. Früher, als es noch Ganovenehre gab, hackte die eine Krähe der anderen kein Auge aus. Doch die Zeiten scheinen härter geworden zu sein.

Eine schöne Zusammenfassung der Peinlichkeiten bietet das Paderborner Blatt: “AWD jetzt abgängig? Kampf der Giganten!”.

Den Witz des Tages reißt mal wieder der AWD: In dem zweifellos totaaaaaal unabhängigen, eigenständigen und natürlich kritischen Fachblatt “Firmenpresse.de” (vermutlich weltweit die Nr. 1 der Firmenpressen) warnt ein Schreiberling vor unseriösen Finanzberatern und bietet auch gleich eine Lösung …!

Wer berät Sie in Finanzfragen ?

(firmenpresse) - Als Ergebnis der Finanzkrise sollte jedem Bürger heute eine gute Beratung in Finanzfragen wichtig sein. Gut beraten kann aber nur Jemand der es auch gelernt hat, und der seine Informationen und sein Wissen ständig auffrischt.

Große Vertriebe wir der AWD oder auch große Versicherungsgesellschaften arbeiten hier Vorbildlich.

Und “vorbildlich” schreibt man da wohl im wahrsten Sinne des Wortes groß …

Sep 27

Endlich ist es heute so weit:

Wir können die Poltiker, die unsere Steuergelder so großzügig verschwendet haben, in die Wüste schicken und mit dem richtigen Kreuzchen alles besser machen. Und die Bänker, denen wir die WWkrise zu verdanken haben, schicken wir gleich hinterher.

Jetzt können wir es der Bundeskanzlerin so richtig zeigen. Schließlich wissen wir doch, dass Männer das alles viel besser können. Sie haben uns doch so toll regiert! “Hol-mir-mal-nen-Bier-”Schröder oder “versteck-mir-mal-ne-Spende”-Kohl - waren das nicht noch Vorbilder?

Ich meine, die beiden kürzlich noch gemeinsam in einem Wagen gesehen zu haben…