Bevor es heute in WDR 3 Interessantes über die DVAG zu sehen gibt, bietet das ZDF um 20.15 Uhr ein verwandtes Thema: einen Spielfilm über Schrottimmobilien. Das erinnert doch irgendwie an den Finanzvertrieb Heinen&Biege und den Badenia-Skandal. Hier sei aus einem Artikel der Süddeutschen über den Opferanwalt (und früheren Innenminister) Gerhart Baum zitiert:
Baum ärgert sich über die vielen früheren Politiker-Kollegen, die auf der anderen Seite stehen und ihren Einfluss nicht zugunsten der Schwachen geltend machen. Er denkt dabei an Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), der im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns der Badenia, AMB Generali, sitzt.
Oder an Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU), der zusammen mit einem Dutzend anderer ehemaliger Spitzenpolitiker dem Aufsichtsrat oder Beirat der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) angehört, eines Finanzvertriebs, den die AMB Generali zu knapp 50 Prozent besitzt.
Auch im Fall Schüller hat der frühere Minister kräftig ausgeteilt. Für ihn ist die junge Frau „ein Badenia-Opfer“. Und diese Tatsache, schrieb Baum an den Aufsichtsratschef des Mutterkonzerns AMB Generali, Wolfgang Kaske, werde er schon allein deshalb öffentlich machen, „um weiteren Selbstmordfällen entgegenzuwirken“.
Und so ging es dann aus. Bei Badenia saß übrigens ein Sohn des “Doktors” im Aufsichtsrat. Alles nette Menschen …
Mich erinnert der ZDF-Film vor allem an einen Mandanten, dem von einem freundlichen Herrn der DVAG ein tolles Bauherrenmodell vermittelt wurde.
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