Dez 31

 Es ist immer wieder dasselbe Lied. Kaum ist man als Consultant bei MLP ausgeschieden, tauchen gleich massenhaft Provisionsstorni in den Abrechnungen auf. In vielen Fällen stellen sich bei genauerem Hinsehen die angeblichen Vorschussrückzahlungsansprüche von MLP mehr als Stornoforderungen dar.

So geht das nicht, meinen wir. Bei der klaren Rechtslage haben wir die Vernehmung von MLP-Kunden als Zeugen beantragt. Gegenbeweislich natürlich! Wir wollen wissen, ob die MLP-Kunden tatsächlich ihre Verträge gekündigt haben oder doch nicht etwa die Nachfolgeberater den Anstoß zu einer Vertragskündigung und einem anschließenden Neuabschluss gegeben haben. „Umdeckungsaktion“ ist hier das Stichwort.

Wir werden der Frage, wer im Falle der Umdeckungsempfehlung des Nachfolgeberaters die Verantwortung für den entstehenden Storno zu tragen hat, nachgehen. Das versprechen wir!

Bis dahin empfehlen wir jedem Consultant jedem Storno in seiner Abrechnung minutiös nachzugehen. In vielen Fällen hat sich heraus gestellt, dass der stornierte Betrag zuvor schon nicht gutgeschrieben wurde. Reklamieren Sie schriftlich und setzen Sie MLP zur Aufklärung eine Frist von 8 Tagen!

 Yes, we do!

  

Dez 30

Nicht nur Strukturvertriebe stehen vor der Frage, ob Neukunden gewonnen wurden. Kürzlich berichteten wir, dass die Deutsche Vermögensberatung DVAG bei der Frage, ob und wieviel Neukunden gewonnen wurden, ganz eigene sonderbare - Vorstellungen hat.

Dabei ist es so einfach:

Beschluss des OLG München vom 05.11.2008
unter dem Az. 23 U 4280/08

Zum Neukundenbegriff im Sinne des § 89 b Abs. 1 Nr. 1 HGB

Neue Kunden im Sinne des § 89 b Abs. 1 Nr. 1 HGB sind solche Kunden, die bisher noch keine Geschäfte mit dem Unternehmen getätigt haben. Der Umstand, dass bereits mit der Muttergesellschaft Geschäftsbeziehungen bestanden haben, führe allein noch nicht dazu, dass es sich bei den Kunden nicht mehr um neue Kunden der rechtlich selbständigen, neu gegründeten Tochtergesellschaft handeln könnte. Auch bei der Übernahme von Kunden und Handelsvertretern durch ein neues Unternehmen stellen diese Kunden für das neue Unternehmen Neukunden dar. An diesem Befund ändere sich auch dadurch nichts, dass die neu gegründete Tochtergesellschaft Aufträge der Muttergesellschaft übernommen und ausgeführt habe. Eine Geschäftsverbindung im Sinne von § 89 b Abs. 1 Nr. 1 HGB wurde hierdurch mit der Tochtergesellschaft noch nicht begründet. Auch bei der Ausführung der Aufträge durch die Tochtergesellschaft ist rechtlich gesehen der Vertragspartner der Kunden weiterhin die Muttergesellschaft. Ein Austausch des Vertragspartners gegen oder ohne den Willen des Kunden sei nicht möglich. Der bloße Umstand, dass die Tochtergesellschaft die Kunden der Muttergesellschaft mit Rundschreiben auf die Übernahme der Aufträge durch sie hingewiesen habe, reiche für die Annahme einer Vertragsübernahme und eine dadurch begründete Aufnahme einer eigenen Geschäftsverbindung durch die Tochtergesellschaft nicht aus. Auch der Umstand, dass das Tochterunternehmen die Adressen der Kunden der Muttergesellschaft durch die Übernahme des Datenbestandes bereits kannte und die Kundenlisten an den Handelsvertreter weitergegeben hat, sei nicht geeignet, eine andere Betrachtungsweise zu rechtfertigen. Die bloße Kenntnis von den Anschriften führe noch nicht zu einer Geschäftsverbindung, weil noch nicht feststehe, dass der Kunde in eine Geschäftsbeziehungen mit dem Tochterunternehmen eintreten wolle.

Dez 29

In der Krise spricht man gern von den guten alten Zeiten. So auch die deutsche Vermögensberatung DVAG in ihrem Blog. Dort hatte Dr. Lach - als Antwort auf unsere Veröffentlichungen zu fehlenden Umsätzen und fehlendem Kundenneugewinn – mit besänftigenden Worten für weihnachtliche Stimmung im Hause DVAG sorgen wollen.

Die aktuellen Zahlen sprechen aber Bände : Auch bei der DVAG ist es 2009 mächtig bergab gegangen. In Deutschland bis 17 % Umsatzrückgang, in Österreich sogar bis zu 40 %.

Ein heftiger Einschnitt in die erfolgsverwöhnte Welt der DVAG!

Es kommt gerade bei der DVAG ein weiteres gewaltiges Problem hinzu : Reichten die Umsätze schon früher nicht, die eigenen Handelsvertreter im Schnitt zu ernähren, wird es jetzt sogar noch enger. Wir hatten schon darauf hingewiesen, dass der ProKopfumsatz erschreckend ist. Schon in guten Zeiten erwirtschaftete der Vermögensberater nur etwas mehr als 2600 € Bruttoumsatz im Schnitt!  Der DVAG ist es gelungen, dies in Anbetracht der sinkenden Gesamtumsätze sogar noch zu toppen.

Erstmalig geht`s jetzt rapide bergab, während es in vergangenen Jahren - fast - immer nur Erfolgsmeldungen gab.

Hier die Umsätze der vergangenen Jahre (in Euro):

Geschäftsjahr 2008  :  1.224 Millionen Euro

2007 : 1.004 Millionen Euro (erstmals mehr als 1 Mio)

2006 hier nicht bekannt

2005 : 807,4 Mio

2004 : 913,8 Mio

Sinkender Umsatz auf der einen, steigende Mitarbeiterzahlen auf der anderen. Die logischen Folgen eines Schneeballsystems sind, dass es sofort dann ein Ungleichgewicht gibt und in sich zusammenbrechen droht, wenn eine der maßgeblichen Stützen keine Weiterentwicklung hat.

Dez 28

Dr. Lach schreibt in seinem Weihnachtsgruß an die Kunden und Mitarbeiter der deutschen Vermögensberatung DVAG, es gäbe jetzt nur noch 35.000 Vermögensberater. Offiziell waren es mal 37.199 .

Hoppla, wieder ein Versehen oder die ernüchternde Wahrheit, dass doch viele Vermögensberater abgesprungen sind ?

Dez 27

Weihnachten ist vorbei, der Winter ist da - die Haftpflichtversicherung des Weihnachtsmannes zahlte dennoch keinen Cent…

Dez 24

Etwas ein Jahr ist es her, als unsere noch immer aktuelle Verbraucherministerin Aichler eine Studie in Auftrag gab, die Erschreckendes zum Vorschein brachte.

Wenig tröstlich ist dabei, dass auch andere - diesmal sinds die Bankberater - ebenso schlechte Arbeit abliefern.

Wir möchten an dieser Stelle die Ergebnisse in Erinnerung rufen. Die Studie sieht nicht nur die Verbraucher als Opfer, sondern auch die Berater, die zum Teil unter erbährmlichen Bedingungen und ohne ordentliche Ausbildung zu den Kunden geschickt werden. Ein Teufelskreis zwischen Beratern in Abhängigkeit und Not auf der einen, und geprellten und getäuschten Verbrauchern auf der anderen Seite.

Der jährliche Schaden : 20 bis 30 Mio Euro.

Die Strukturvertriebe, die für den großen Schaden zu einem Großteil verantwortlich sind, haben gesetzliche Nischen bekommen, und müssen bis heute nicht den europäisch geforderten Ausbildungsstandard erfüllen. Sie erhielten wieder mal Narrenfreiheit - auf Kosten der Verbraucher.

In nächsten Jahr erwartet die Fianzdienstleistungsbranche ein paar neue Gesetze. Und auch da finden sich keine einschneidenden Veränderungen, um die Mängel in den Strukturvertrieben nachhaltig zu beseitigen.

Wir freuen uns, dass dieser Blog so gerne gelesen wird und dass Verbraucher und Mitarbeiter zumindest auf diese Weise die Vertriebe immer mehr mit kritischen Augen sehen.

Wer Weihnachten etwas Zeit findet, dem ist die immer noch aktuele Studie von Ewers und Jung vom 22.12.2008 als “kleine Lektüre” immer noch zu empfehlen.

Wir wünschen allen Lesern ein paar schöne und ruhige Stunden, und vor allem friedliche Weihnachtstage!

Dez 23

Die Journalisten-Vereinigung “Netzwerk Recherche” hatte im November die Journalisten von NDR Info ausgezeichnet - für ihre Reportage über das AWD-Datenleck …

Im Beitrag gibt sich auch mein lieber Kollege Dr. Mann die Ehre, der seinerzeit MLP vertrat und mich im Gerichtssaal wissen ließ, er werde mit mir nur reden, wenn er muss. Wir haben uns dieses Jahr gegenseitig nicht vermisst … ;-)

Dez 23

Zynisch

DVAG RA Kai Behrens

Wir berichteten vor einiger Zeit darüber, dass ein erkrankter Vermögensberater den Kontakt zur Deutschen vermögensberatung in der Hoffnung auf einen Aufhebungsvertrag suchte.

Man ließ ihn dort ein dreiviertel Jahr hängen und beantwortete keine seiner Anfragen.

Nun, kurz vor Weihnachten, bescherte man ihm eine Klage und warf ihm Untätigkeit für die DVAG vor.

Ein Verhalten, das wohl kaum zynischer sein kann.

Dez 21

Im Jahre 2009 startete die Deutsche Vermögensberatung AG DVAG eine “Neukunden-Offensive”. Neukunde ist nach der Definition der DVAG, wer mindestens zwei Verträge mit mindestens 30 Einheiten hat.

Die DVAG rühmte sich bekanntlich damit, insgesamt 212.000 Neukunden in diesem Jahr bisher gefunden zu haben - und trat damit gehörig ins Fettnäpfchen.

Die von der Deutschen Vermögensberatung behaupteten Zahlen sind falsch. Die Deutsche Vermögensberatung veröffentlichte nämlich im November intern, dass 11.177 Vermögensberater einen Neukunden gefunden hätten - nicht mehr und nicht weniger.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass von den 37.199 Vermögensberatern exakt 26.022 nicht einen einzigen Neukunden gefunden haben.

Diese Zahlen decken sich im Übrigen auch mit den erheblichen Umsatzrückgängen, die die DVAG in diesem Jahr zu verzeichnen hat.

Wir fragen uns nur, wie die DVAG zu den Neukunden kommt, die man angeblich gewonnen haben will und müssen Schlimmstes befürchten.

Dez 20

Marburg, 07. Dezember 2009

Baubeginn ist im nächsten Jahr: Die kleine, aber sehr feine Hotelgruppe Vila Vita plant ein Seminarhotel in Mecklenburg-Vorpommern. Gegen Ende 2011 soll das exklusive Hotel an der mecklenburgischen Seenplatte eröffnet werden. Dies bestätigte Marketingdirektorin Anne Schmidt. Bauherr ist Vila Vita-Eigner Deutsche Vermögensberatung (DVAG).

Mit dem Neubau erhöht sich die Zahl der Vila Vita Hotels auf sechs. Vor 30 Jahren wurde das erste Seminarresort im Burgenland eröffnet. Das Haus in Dinklage gibt es seit 20 Jahren, das Hotel in Marburg seit zehn Jahren.

Außerdem wurde das Vila Vita Pannonia in Österreich um ein “Nachhaltigkeitskonzept” erweitert. Neben einem Biomasse-Heizkraftwerk wird im Dezember ein „Energieturm“ mit Seminarlounge eröffnet.

Von dem 40-Millionen-Museum, welches ebenfalls in der Planung ist, haben wir schon berichtet.

Ach ja, nicht vergessen möchten wir die Stiftung, die ganz nebenbei ins Leben gerufen wurde.

Wieviel Vermögensberater genau von Hartz 4 leben, wissen wir nicht, vermögen es aber zu erahnen.