Aug 14

Unser Artikel vom 11.8.2010, in dem die Vorzüge des Sparbuchs erläutert wurden, haben kritische Reaktionen ausgelöst. Eine möchten wir der Vollständigkeit halber wie folgt zitieren :

“Ich bin äußerst interessierter Leser Ihres Forums und habe dort schon zahlreiche gute und hilfreiche Beiträge gelesen. Gerade während und nach meiner Trennung von AWD habe ich hier häufig die passenden Artikel gefunden.

Ihr oben genannter Artikel ist jedoch äußerst unsachlich und führt in die falsche Richtung. Für viele Bürger mit nicht so großem Einkommen führt die Vorsorge über ein Sparbuch mit den entsprechenden Zinsen unter der Inflationsrate in die Altersarmut. Viele Fälle sind sogar so gelagert, dass es auf Grund der zu erwartenden Grundsicherung bei einer solchen Vorsorge keinen Unterschied macht, ob man die 50 € im Monat aufs Sparbuch gelegt hat oder nicht. In beiden Fällen ist das Einkommen vermutlich unter dem Niveau der Grundabsicherung.

Für junge Sparer mit vielleicht noch 35 oder 40 Jahren Sparzeit bis zur Rente und einem Einkommen, das es Ihnen nicht ermöglicht, 400 € im Monat in die Altersvorsorge zu investieren, ist das Vorsorgen über Aktien (bzw. über entsprechende Fonds) der einzig sinnvolle und zielführende Weg. Diese Sparer brauchen durch das eingeschränkte Budget Renditen von 7 oder 8 % pro Jahr um ein anständiges Renteneinkommen zu haben. Mit Aktien-Fonds wurden langfristig solche Renditen erzielt. Und selbst wenn die Fonds alle Pleite gehen (äußerst unwahrscheinlich), das Sparbuch ist nur eine zeitliche Verzögerung auf dem Weg in die Altersarmut.

Beispiel:

100 € monatlich aufs Sparbuch zu durchschnittlich 2% ergibt nach 40 Jahren   73.268 €  >>>>>>>>>>>>>>>>  als Entnahmeplan über 25 Jahre, weiterhin zu 2% ergibt das eine Rente von 309,38 € vor Steuern.

Das dürfte nach Inflation die Rentenlücke des Eckrentners noch nicht einmal annähernd decken, und mehr als 100 € kann der Durchschnittsverdiener meistens auch nicht aufbringen.

100 € monatlich in Aktienfonds zu durchschnittlich 8% ergibt nach 40 Jahren  324.339 € >>>>>>>>>>>>>>> als Entnahmeplan über 25 Jahre, bei dann z. Bsp. 4% ergibt das eine Rente von 1.693,44 € vor Steuern.

Das sollte der Sache schon näher kommen.”

Jul 27

Heute hat uns erstmalig ein Gericht - vorläufig - die Veröffentlichung eines Beitrags untersagt.

Mai 28

Geglückt

DVAG, in eigener Sache RA Kai Behrens

Lieber Kollege Kompa, ich erlaube mir einmal an dieser Stelle, den Bericht “Vermögensberater im Glück” als absolut gelungen herauszuheben.

Idee, Umsetzung, Stil - und die Prise Humor haben mich dazu veranlasst, den Artikel gleich mehrmals zu lesen. Vor allem aber die Filmchen haben viel Spaß gemacht.

Da kann man ja fantasieren, wie denn die auserwählten iPadbesitzer künftig heißen sollen. Vielleicht wird man sie wegen ihrer gehobenen Stellung iPadleiter, iPaddirektionsleiter oder gleich iLeiter nennen…

Mai 18

Irgendein freundlicher Mensch (nicht von der Firma im Video hier) in einem schönen Call Center rief mich neulich an, und vertickte mir ein Paket aus Telefon-Flatrate, superschnelles Internet, digitales TV usw. für nur 30,- Euro/Monat. (TV brauche ich als entsprechender Asket nicht, ging aber angeblich nicht ohne.) Außerdem sei ein Abo mit Anti-Viren-Software für zusätzlich 4,- Euro dabei, das man sofort kündigen könne. (Als Apple-User habe ich für so etwas keine Verwendung.)

Eine Woche später musste der Vertrag nochmal aufgenommen werden, weil irgendwas nicht richtig gewesen wäre. Wegen ISDN kämen sowieso noch 5,- Euro dazu. Aha.

Dann kam die schriftliche Bestätigung. Hier kostete der Spaß inzwischen 45,- Euro. Da war mein alter Provider auch nicht teurer. Als ich in der Geschäftsstelle den Widerspruch abgab, erfuhr ich, dass man Telefon und Internet durchaus auch ohne TV hätte bekommen können - für 20,- Euro. Mehr bräuchte ich nicht zum Glücklichsein.

Ich lasse mir am Telefon grundsätzlich nichts verkaufen. Aber von den wenigen Ausnahmen habe ich bis heute jede einzelne bereut - ausnahmslos.

Mrz 16

Lach-Blog

DVAG, in eigener Sache RA Kai Behrens

Gerade wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass auch mein Name vor etwa einem halben Jahr Erwähnung im Lachblog fand.

Während die DVAG unseren Blog bekanntlich zur Pflichtlektüre gemacht hat, hatte ich dies nicht gelesen und diesen Eintrag bis heute übersehen.

Lesenswert ist der Eintrag im Lachblog eh nicht, da sogar dieser Eintrag Unwahrheiten enthält. Denn angeblich soll ich (warum eigentlich ich?) regelmäßig verlieren….

An dem Wort regelmäßig hatte man wohl lange rumgefeilt - Gemeint war wohl regelmäßig alle 10 Jahre….

Feb 22

Nein, keine Datenpanne oder gar ein Frankfurter Hackerangriff haben unseren Blog lahmgelegt. Es gab Probleme bei unserem Anbieter, für die wir uns entschuldigen wollen.

Kaum hatte sich das Blog verabschiedet, durften wir uns über die große, unerwartete Resonanz freuen. Einige dachten doch schon gleich an erfolgreiche Schachzüge einiger Gesellschaften, über die wir hier so gerne berichten.

Morgen gibts ja bei der DVAG in der KölnArena so richtig was zu feiern. 15.000 Vermögensberater werden erwartet.  Man lässt es richtig krachen. Während wieder viele Lobpreisungen auf die DVAG geschwungen werden, Pokale und Adler übergeben werden, wird man zumindest eins nicht als Erfolg verkünden können : Die Befreiung des Internets von kritischen Seiten, die man doch seinerzeit auf der AIDA so optimistisch angekündigt hatte.

Und so freuen wir uns, dass es uns noch gibt.

Feb 14

Worauf freuen, wenn man Geburtstag hat? Natürlich auf die lieben Geburtstagsgrüße von allen Lieben und Verwandten. Im Briefkasten war – wohl meinem fortgeschrittenen Alter entsprechend - nichts außer Leere. In der hinteren Ecke lag da aber doch noch ein hoffnungserweckender Brief, welcher sich schnell als Geburtstagsgruß herausstellte.

Aber keiner von Verwandten, Familie oder gar längst Verflossenen. Nein. Mein alter Vermögensberater übersandte mir ein paar vorgedruckte Zeilen und damit die besten Grüße und Wünsche.

Und dann kam auch gleich der Grund dafür in meine Erinnerungen zurück, warum denn ausgerechnet ich auch auf der DVAG-Kundenliste stehe: Auch mich wollte man mal in den ehrenwerten Kreis der Vermögensberater einbinden. Ein Freund damals, wie viele seiner Kollegen wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet, wollte mich mit all den billigen Tricks anködern, von denen wir aus der Branche so oft gehört hatten. Man fuhr mit mir u.a. von Münster mit dem gemieteten Auto zu irgendwelchen Massenveranstaltungen in Hessen, wo ganz tolle Leute auftauchen sollten. Entweder waren die jedoch nie da oder ich hab sie nicht gesehen.

Dafür durfte ich mich dann an allerlei Leuten erfreuen, die geglaubt haben, ihr Seelenheil in der DVAG gefunden zu haben. Mein Eindruck damals: Wer Anzüge trägt, die zwei Nummern zu groß sind, sollte keine geleasten Autos fahren. Während man brav alle drei Minuten aufstand und zu irgendetwas klatschte, konnte ich mich über all diejenigen wundern, die diese Veranstaltungen so ernst nahmen. So hatte das Ganze dennoch unfreiwillig einen gewissen Unterhaltungswert.

Warum man jedoch regelmäßig einen derart großen Aufwand auf sich nahm und quer durch die Republik reiste, für absolut sinnlose Veranstaltungen, noch dazu auf eigene Kosten, habe ich bis heute nicht verstanden. Ich konnte mir schon damals das alles mit viel Ideologie erklären (hier ehrlicher zu formulieren ist mir „juristisch“ zu gefährlich).

Mein alter Freund ist mittlerweile in seinen alten Beruf zurückgekehrt und - wie viele ehemalige Vermögensberater - viel glücklicher als zuvor. Und ich bin mittlerweile nicht mehr Kunde der DVAG - oder doch? Nach dem Geburtstagsgruß hab ich gewisse Zweifel. Auf irgendeiner Liste stehe ich wohl noch. Vielleicht gehöre sogar ich noch zu den Abermillionen Kunden, die die DVAG angeblich haben will. Nichts dagegen – ich glaube eh nicht an Statistiken.

Ach ja : Herzlichen Dank für die Glückwünsche!

Feb 02

Das gestern von uns verlinkt DVAG-Filmchen mit den Amateurdarstellern ist heute schon wieder entfernt worden, genau wie es bisher mit allen Youtube-Verlinkungen von DVAG-Werbezeugs passiert ist. Vor zwei Wochen hatte ich über meinen neuen Lieblingssport geschrieben. Dort treffen Kenner auch den DVAG-Handelsvertreter und Kabarettisten “Don Enzo Matrazzi” wieder.

Zufällig besuchte ich gestern eine Comedy-Veranstaltung, bei der ein anderer regional aktiver Entertainer im Publikum saß, der seit einiger Zeit auch für die DVAG unterwegs ist. Der einst durchaus in der Branche geachtete Mann wird nicht müde, seine Künstler-Kollegen mit Versicherungen usw. beglücken zu wollen. Was die davon halten, das schreibe ich mal besser nicht.

Jan 01

Wir wünschen allen Lesern dieses Blogs für das Jahr 2010

Gesundheit, Erfolg, Glück….

und dass alle persönliches Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen werden.

Ich bedanke mich für das große Interesse und auch für die vielen Anregungen, die wir bekommen haben, um diesen Blog regelmäßig mit Leben füllen zu können.

Heidrun Jakobs, Markus Kompa, Kai Behrens

Dez 24

Etwas ein Jahr ist es her, als unsere noch immer aktuelle Verbraucherministerin Aichler eine Studie in Auftrag gab, die Erschreckendes zum Vorschein brachte.

Wenig tröstlich ist dabei, dass auch andere - diesmal sinds die Bankberater - ebenso schlechte Arbeit abliefern.

Wir möchten an dieser Stelle die Ergebnisse in Erinnerung rufen. Die Studie sieht nicht nur die Verbraucher als Opfer, sondern auch die Berater, die zum Teil unter erbährmlichen Bedingungen und ohne ordentliche Ausbildung zu den Kunden geschickt werden. Ein Teufelskreis zwischen Beratern in Abhängigkeit und Not auf der einen, und geprellten und getäuschten Verbrauchern auf der anderen Seite.

Der jährliche Schaden : 20 bis 30 Mio Euro.

Die Strukturvertriebe, die für den großen Schaden zu einem Großteil verantwortlich sind, haben gesetzliche Nischen bekommen, und müssen bis heute nicht den europäisch geforderten Ausbildungsstandard erfüllen. Sie erhielten wieder mal Narrenfreiheit - auf Kosten der Verbraucher.

In nächsten Jahr erwartet die Fianzdienstleistungsbranche ein paar neue Gesetze. Und auch da finden sich keine einschneidenden Veränderungen, um die Mängel in den Strukturvertrieben nachhaltig zu beseitigen.

Wir freuen uns, dass dieser Blog so gerne gelesen wird und dass Verbraucher und Mitarbeiter zumindest auf diese Weise die Vertriebe immer mehr mit kritischen Augen sehen.

Wer Weihnachten etwas Zeit findet, dem ist die immer noch aktuele Studie von Ewers und Jung vom 22.12.2008 als “kleine Lektüre” immer noch zu empfehlen.

Wir wünschen allen Lesern ein paar schöne und ruhige Stunden, und vor allem friedliche Weihnachtstage!