Okt 31

Am 17.10.2009 bezeichneten wir die Central versehentlich als Krankenkasse. Aufmerksame Leser machten im “Strukki-Forum” darauf aufmerksam.

Selbstverständlich ist die Central keine gesetzliche Krankenkasse, sondern eine private Krankenversicherung.

Vielen Dank für den Hinweis!

Okt 14

Als inzwischen wohl etabliertes Blog schreiben wir Solidarität mit Newcomern groß. So haben wir dem noch sehr jungen DVAG-Unternehmensblog kräftig unter die Arme gegriffen und mehr als jeder andere für seine Bekanntheit getan!

Nachdem ich es auf Telepolis.de einer interessierten Internetgemeinde präsentiert hatte, konnte nun auch das Fernsehen von uns für den knallharten Qualitätsjournalismus der DVAG-Blogger begeistert werden! Leider war dem DVAG-Unternehmensblog der bislang schönste Beitrag verloren gegangen - die Hymne auf Merkelwelle sowie die anschließenden Befehle an die Politik. Auf Anfrage des ARD-Magazins plusminus konnten wir jedoch letztlich zur Jagd nach einem screenshot beitragen und das Elaborat auf diese Weise der verdienten Aufmerksamkeit zuführen!

Hier ist plusminus vom gestrigen Dienstag. Die vormalige Verbraucherschutzministerin, die im Beitrag zu Wort kommt, weiß genau, wovon sie spricht.

Übrigens: Die Nachdenkseiten melden ein erhöhtes Parteispendenaufkommen im August. Und wer taucht da wohl auf? - Na, wer wohl? Richtig! Die hatten übrigens Ende September auch einen Kurzauftritt bei Kabarettist “Erwin Pelzig”, siehe obiges Video.

Am Donnerstag, 15. Oktober 2009, wird um 14.15 - 15.00 Uhr die WDR-Doku vom Montag wiederholt, inzwischen ja auch auf Youtube zu sehen.

Okt 13

Gestern ging es auf eine Art Betriebsausflug zu Kollege Behrens:

Zur Einstimmung gab es um 20.15 Uhr den am Badenia-Skandal angelehnten ZDF-Film mit dem RTLigen Titel Bis über den Tod hinaus. Dort geht es um Schrottimmobilien und entsprechende Kreditvermittlung, deren gekoppelte Vermittlung durch einen Finanzvertrieb besorgt wurde. Auch, wenn es im Film manchmal etwas plakativ dargestellt wurde, haben die Autoren kaum übertrieben. Während der Bösewicht hier eher ein mittelständischer Unternehmer war, wäre es nicht falsch gewesen, hier diese Massenorganisationen wie die Strukturvertriebe zu thematisieren, bei denen gruppendynamischer Druck aufgebaut wird.

Die Hauptperson entschließt sich, undercover so eine Strukkibude aufzuklären. Ich musste schmunzeln, denn als ich vor vier Jahren zu diesem Thema zu recherchieren begann, hatte ich auch mit dem Gedanken gespielt, spaßeshalber eine entsprechende “Grundausbildung” zu absolvieren und dann im Stil von Günther Wallraff drüber zu berichten …

Danach kam dann die WDR-Doku über die DVAG mit einem Schuss AWD. Wir, die Handelsvertreter-Blogger, hatten dieses Produktion vor und hinter den Kulissen mitbetreut. Sofort nach der Sendung setzte dann auch gleich der übliche Abwehrzauber im Internet ein:

“Einzelfälle!”,”Einseitig!”, “Schwarze Schafe gibt es überall!”, “Persönlich Gescheiterte” usw.

Unfug.

Die beiden letztlich vom WDR ausgewählten Ex-Handelsvertreter waren absolut repräsentativ, die Fälle sogar eher unspektakulär. Beide waren über 5 bzw. 19 Jahre dabei gewesen, was schon recht lange ist, denn in Finanzstrukturvertrieben hält es ein Großteil keine 12 Monate aus. Wie nahezu alle derartigen Aussteiger, die bei uns aufschlagen, nahmen auch die beiden portraitierten Leute ihre Unternehmen als Familie war und glaubten an die gefeierten Firmenpatriarchen. Es ist absolut typisch für die DVAG, dass Handelsvertreter, die plötzlich in finanzielle Nöte kommen, sich in einer für Außenstehende naiv wirkenden Weise mit persönlichen Briefen an den als eine Art Weihnachtsmann empfundenen “Doktor” wenden - und dann keine Antwort bekommen. Weiterlesen »

Okt 12

Bevor es heute in WDR 3 Interessantes über die DVAG zu sehen gibt, bietet das ZDF um 20.15 Uhr ein verwandtes Thema: einen Spielfilm über Schrottimmobilien. Das erinnert doch irgendwie an den Finanzvertrieb Heinen&Biege und den Badenia-Skandal. Hier sei aus einem Artikel der Süddeutschen über den Opferanwalt (und früheren Innenminister) Gerhart Baum zitiert:

Baum ärgert sich über die vielen früheren Politiker-Kollegen, die auf der anderen Seite stehen und ihren Einfluss nicht zugunsten der Schwachen geltend machen. Er denkt dabei an Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), der im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns der Badenia, AMB Generali, sitzt.

Oder an Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU), der zusammen mit einem Dutzend anderer ehemaliger Spitzenpolitiker dem Aufsichtsrat oder Beirat der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) angehört, eines Finanzvertriebs, den die AMB Generali zu knapp 50 Prozent besitzt. Weiterlesen »

Okt 10

Dr. Lach ist schon eine Klasse für sich: Kaum verlinken wir seine Promo-Videos, schon verschwinden sie aus dem Netz. Dann jammert er auf anderen Websites rum (1.Kommentar), unser Blog hätte keine Kommentarfunktion:

Richtig weisen Sie darauf hin, dass dieser “Blog” keine Kommentarfunktion hat. Dies zeigt, dass es sich nicht um einen Blog, sondern um eine Marketing-Website handelt.

Daraufhin hatte ich dem guten Mann hier, auf dieser Website, sowie auf seinem eigenen DVAG-Blog zum Kommentieren eingeladen. Nicht nur, dass Dr. Lach bislang nicht davon Gebrauch gemacht hat, er hat auch auf seinem Blog meinen Kommentar nicht freigeschaltet (wohl aber einen später eingetroffenen, muss meinen also gesehen haben). Zu soviel Doppelmoral fällt mir, ehrlich gesagt, nichts mehr ein.

In diesen zwei Wochen gab es genau einen Kommentar, der allerdings nur persönlichen Unflat und nichts zum Thema Handelsvertreter enthielt. Da das hier trotz gelegentlicher Spitzen ein Fachblog ist und kein Blödelforum werden soll, werden wir nur sachliche Beiträge freischalten und bitten höflich, dem Drang nach Gegeifer woanders nachzukommen.

Wir möchten es eigentlich ganz gerne mit diesem Schlagabtausch mit Dr. Lach persönlich belassen. Dazu ist unser Anliegen nämlich zu ernst. Finanzstrukturvertriebe sind arbeitsrechtlich gesehen ein Rückschritt ins Mittelalter, verbraucherschutzrechtlich gesehen einer in die Steinzeit.

Das von Dr. Lach gelöschte eigene Blog-Posting vom 28.09.2009, das politischen Nachrichtenwert hat, möchten wir jedoch als Vollzitat von www.dvag-unternehmensblog.de hier für die Nachwelt dokumentieren:

PS: Auch die TAZ hatte unsere Story aufgegriffen!

Sep 30

Im Kommentarforum eines Berichts über die Rivalität zwischen dem DVAG-Unternehmensblog und unserem Handelsvertreterblog geht es hoch her! Dies ist nicht anders zu erwarten, wenn man sich mit über 400.000 Handelsvertretern im Finanzvertrieb anlegt und Klartext schreibt.

Bemängelt werden zum einen unsere gelegentlichen Polemika, die meist die Deutsche Vermögensberatung AG betreffen. Dies ist ein Zugeständnis an Leser, die ein rein juristisches Informationsangebot in entsprechender Fachsprache abschrecken würde. Entsprechende kabarettistische Einlagen im Blog aind aber auch unser Ventil, unglaublich zynische Praktiken im Handelsvertreter-Bereich seelisch zu verarbeiten - etwa wie diese hier.

Weiterhin beklagt sich Dr. Helge Lach persönlich, dass wir die Kommentarfunktion sperren würden. Dies Entscheidung hatten wir letztes Jahr getroffen, weil sich das insoweit für zuständig haltende Landgericht Hamburg für Blog-Betreiber eine weltfremde Haftung praktizierte. Wie in meinem Blog zum Äußerungsrecht nachzulesen, wird dieser grotesk-scharfen Haftung nunmehr von den Oberlandesgerichten nicht mehr gefolgt. Aus diesem Grunde können wir es uns jetzt leisten, die Kommentarfunktion zu öffnen, ohne Tag und Nacht das Blog zu überwachen.

Also, Herr Dr. Lach, kommentieren Sie ruhig! Wir haben viele Fragen an Sie.

Sep 30

Och nö, Herr Dr. Lach, so geht das aber nicht!

Da verlinken wir kostenlos Ihre neckischen PR-Videos, und prompt werden die dann immer gelöscht - verständlich. Aber dass Sie gerade Ihren eigenen Beitrag “http://www.dvag-unternehmensblog.de/2009/09/28/dvag-gratuliert/” gelöscht haben, in dem Sie ihrer geschätzten Gastrednerin Frau Merkel und Ihrem Beirat Herrn Westerwelle zur geglückten Wählertäuschung gratulieren und an Ihre Lobby-Vorgaben erinnern, ist doch sehr ärgerlich.

Für die Nachwelt sei daher hier Ihr schamloses Zitat festgehalten:

(…) Und das zum Teil inzwischen nicht mehr erträgliche Ausmaß bürokratischer Regelungen, gerade auch in unserem Berufsstand, muss abgebaut werden. Dazu gehört auch, den Vermögensberater-Beruf nicht durch gesetzliche Regelungen zu diskreditieren, sondern ihn als gesamtwirtschaftlich dringend notwendig so gut wie möglich zu fördern. (…)

Stattdessen jammern Sie nunmehr:

Mehrfach wurde hervorgehoben, dass der Blog auch für Menschen, die sich für den Beruf des Vermögensberaters interessieren, eine inhaltsreiche Informationsquelle im Internet geworden ist, der mehr Seriösität zugesprochen wird als tendenziösen Internet-Foren, in denen es – meist auf niedrigem Niveau – wenig um die Sache geht.

Und gehen mit gutem Beispiel voran, indem Sie sich selbst für die Lächerlichkeit bejubeln, es gäbe Ihr Blog schon drei Monate - und befände sich auf “Erfolgskurs”. Außerdem versprechen Sie:

Viel wird über uns geschrieben, auch im Internet, in dem heute jeder ungeprüft alles behaupten darf. Mit unserem Blog wollen wir stattdessen mit fachlicher Grundlage Position beziehen und so Positives verstärken und vermeintlich Negatives richtig stellen.

Herr Dr. Lach, wenn wir irgendetwas Unwahres schreiben, bitten wir Sie um sofortige Korrektur, die wir 1:1 veröffentlichen werden. Und wenn wir hier oder woanders Lügen über die DVAG schreiben würden, würde hier sofort eine anwaltliche Abmahnung aus dem Fax quillen. Bislang blieb es ruhig.

Also, Dr. Lach, schön sportlich bleiben, ja?

Sep 15

Seit einiger Zeit lässt die DVAG peinliche Youtube-Videos entfernen - zufällig solche, über die wir in unserem Blog besonders laut gelacht haben. Ausgesprochen schade ist es um das nun gelöschte Merkel-Video, in dem letztes Jahr unsere Frau Bundeskanzlerin auf der DVAG-Vertriebskonferenz eine unglaublich flache Rede hielt.

Macht aber nix: Die DVAG wäre nicht die DVAG, hätte sie nicht für Nachschub gesorgt. Auf diesem Video erfahren wir, dass die Vermöschensberader, die wo Direktionsleider sind, die geilsten Typen sind, die wo gibt!

Doch auch das lässt sich noch steigern!

(Film wurde von uns entfernt)

Und wie mega-spannend es sein kann, zum Direktionsleiter von Versicherungsverkloppern geschlagen zu werden, kann man hier bestaunen:

(Film wurde von uns entfernt)

Ein Video, das die DVAG und andere Finanzvertriebe vermutlich auch sehr gerne löschen würde, ist diese Reportage über Provisionen beim Riester-Müll:

Sep 09

Jetzt einmal etwas in eigener Angelegenheit zum Lieblingsthema der Anwälte: die Rechtschutzversicherung.

Die Stiftung Warentest hat in einem Test Heft 8/2009 Rechtsschutzversicherungen geprüft.

Wir können uns an einen Test erinnern, der schon sehr lange her ist. Dort hatten die AdvoCard und die Bruderhilfe mit guten und günstigen Leistungen als Testsieger abgeschnitten.

Vorbei ist die Zeit - mittlerweile ist es laut Stiftung Warentest völlig anders.

Die Stiftung Warentest bewertete jetzt die Alte Leipziger, Rechtsschutzunion, Auxilia, D.A.S., HDI-Gerling, Roland, BGV Badische und die Concordia mit gut.

Von DEURAG bis Direct Line war alles nur Mittelmaß, auch die von der Deutschen Vermögensberatung DVAG verkaufte AdvoCard.

DA-Direkt und GVO Gegenseitigkeit waren gar nur ausreichend.

Aug 10

Mal eben so nebenbei will sich Dr. Pohl, Gründer der DVAG, in Marburg ein Denkmal setzen. Für ein neues Informations- und Congresscentrum lässt er mal gerne 40 Mio Euro springen. Baubeginn diesen Sommer.

Ein teures Denkmal. Um dies zu finanzieren, hat die DVAG schnell mal interne Leistungen gekürzt. Im aktuellen mitarbeiterinternen Schnellbrief heißt es:

“Möglicherweise erschwert die Vielfalt an Reisen, Seminaren, Workshops und
Meetings die Konzentration auf den Kern unserer Arbeit, nämlich die
Kundenberatung und den Unternehmensaufbau. Wir haben uns deshalb
entschlossen, Ihnen im zweiten Halbjahr zusätzlichen Freiraum zu
verschaffen und die geplanten Aktivitäten im Seminar- und
Veranstaltungsbereich auf ein Minimum reduziert…. Andere Maßnahmen werden wir zunächst bis zum Jahresende aussetzen. ”

Seminare, also Weiter- und Fortbildung, erschweren die Kundenberatung.

Es gibt Sätze, die klingen wie Hohn.