Carsten Maschmeyer

Der George Clooney der Finanzwelt, Carsten Maschmeyer, hat geheiratet. Am 27.09.2014 wurde die Ehe mit Veronica Ferres in der Nähe von Nizza geschlossen.

Die Gäste wurden nicht schriftlich eingeladen, sondern ausschließlich telefonisch. Auf der Gästeliste standen unter anderem der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Postbank, Frank Strauß, der Erfinder der Rürup-Rente, Bert Rürup, Philipp Rößler, Hollywood-Schauspieler John Malkovich, Mario Adorf, Kostja Ullmann, Altkanzler Gerhard Schröder, Skorpions-Sänger Klaus Meine, Schalke 04-Chef Clemens Tönnies und Ex-HSV Trainer Mirko Slomka.

Doch wo war Christian Wulff, unser Ex-Bundespräsident? Über diesen hatte sich das Brautpaar immerhin kennengelernt. Noch im Jahre 2012 beteuerte Maschmeyer, die Freundschaft zwischen beiden bringe man so schnell nicht auseinander. Carsten Maschmeyer kam von der OVB und wechselte 1987 zum Allgemeinen Wirtschaftsdienst (ABD). Im Dezember 2007 wurde der AWD an den Schweizer Versicherungskonzern Swiss-Life übernommen. Maschmeyer verkaufte seinen dreißigprozentigen AWD-Anteil an Swiss-Life. Im Jahre 2009 schied Maschmeyer aus dem AWD aus. Sein Vermögen wurde Ende 2010 auf 650 Millionen Euro und im Herbst 2012 auf über eine Milliarde Euro geschätzt.

Wegen zweifelhafter Geschäftspraktiken stand der AWD im Fokus der Medienberichterstattung. Mittlerweile ließ sich der AWD in Swiss-Life Select umbenennen.

Maschmeyer pflegte immer eine enge Beziehung zur Politik. So unterstützte er 1998 Gerhard Schröder bei der Wahl zum Bundeskanzler.

Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Maschmeyer während des niedersächsischen Wahlkampfes im Herbst 2007 die Anzeigenkampagne für das Interviewbuch mit Christian Wulff „besser die Wahrheit“ mit knapp 43.000,00 € aus seinem Privatvermögen finanziert hatte. Wulff erklärte, nichts über die Hintergründe der Finanzierung gewusst zu haben. Im Juli 2010 hatte Wulff einen Sommerurlaub in Maschmeyers Villa auf Mallorca verbracht. Wegen dieser Nähe zur Privatwirtschaft stand auch Christian Wulff in der Kritik. Es wurde sogar wegen Vorteilsannahme gegen Wulff ermittelt. Wulff trat wegen der öffentlichen Kritik vom Amt des Bundespräsidenten zurück. In einem Strafverfahren wurde Wulff von allen Vorwürfen der  Vorteilsannahme freigesprochen.

Von Washington nach Berlin

Zum Wochenende gibt es von mir einen kleinen Lesetipp. Uwe Schmitt ist nach 10 Jahren zurück und schreibt in der Welt über uns. Auch wenn es mit Handelsvertretern so gut wie nichts zu tun hat, möchte ich eine Empfehlung aussprechen.

Toll geschrieben, zum Nachdenken anregend und hier zu lesen.

Klopp neuer Werbepartner der DVAG

Einige waren mehr als überrascht.

Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, wurde als neuer Werbepartner der DVAG vorgestellt.

Klopp warb vor Jahren schon einmal für die Ergo.

Gründungsmitglieder nicht auffindbar

Kürzlich wurde ein Thesenpapier von Handelsvertretern der DVAG herumgereicht.

In diesem Thesenpapier forderte man einige „Änderungen“.

Man wollte eine Vertretervereinigung für Vermögensberater und Vermögensberaterinnen gründen. Dieses Thesenpapier wies drei Gründungsmitglieder aus. Nachdem ich nunmehr nach diesen drei Gründungsmitgliedern unter dem DVAG-Eintrag googelte, konnte ich leider keinen dieser drei Gründungsmitglieder finden, auch nicht unter der Website der DVAG. Komisch.

Besuch vom Privatdetektiv

Es gibt doch hin und wieder den einen oder anderen – auch großen – Vertrieb, der auf die Idee kommt, Beweise über einen Privatdetektiv zu sichern. Um ein paar lose Informationen einzuholen, ist dies manchmal ja auch ganz nützlich.

Für heimliche Recherchen ist es jedoch unbedingt erforderlich, dass sich der Privatdetektiv nicht zu erkennen gibt. Es gibt aber viele Merkmale, die einen Privatdetektiv entlarven:

1.

Die Terminvereinbarung. Wenn ein Kunde keine Erklärungen dafür abgeben kann, warum gerade ein Termin bei genau diesem Berater nötig ist, ist dies bereits verdächtig.

2.

Der Anfahrtsweg. Erscheint der Detektiv dann noch aus einer weit entfernt liegenden Stadt, so löst auch dies Zweifel aus.

3.

Vorbereitungen im Auto. Wenn dann unser Geheimagent noch lange im Auto verweilt, um seine technischen Vorkehrungen vorzubereiten, Akkus zu prüfen und Mitschnittgeräte einzuschalten, könnte auch dies dafür sprechen, dass es sich hier um einen Detektiv handelt.

4.

Kein Name. Wenn sich dann im Gespräch ergibt, dass dieser Mensch eigentlich gar kein ernsthaftes Anliegen hat, seinen Namen oder seinen Vornamen oder auch die Adresse nicht verraten will, so ist auch dies bedenkenswert.

5.

Große Tasche. Wenn dieser so geheime Detektiv dann auch noch seine Tasche mit den Mitschnittgeräten auf den Tisch stellt, damit die Kamera auch ja alles einfangen kann, denkt man eher an die Sendung versteckte Kamera als an einen erfolgreichen Privatdetektiv.

6.

Unsicheres Verhalten bei abweichendem Verlauf. Und wenn dann der Kaffee gebracht wird und dieser in die Nähe der Tasche gestellt wird und diese dann schützend von zwei Händen des Privatdetektives festgehalten wird, damit hier bloß nichts verwackelt, könnte auch hier der Gedanken gerechtfertigt sein, dass hier ein Privatdetektiv seinem – ungeschickten – Tageswerk nachgeht.

7.

Der Toilettengang (mit Tasche). Oft ist ein Toilettengang des Privatdetektives notwendig, ausschließlich natürlich, um seinen beruflichen Geschäften nachzugehen. Auch hier wird gefilmt und gehorcht.

8.

Warum dieser Privatdetektiv, der so dämlich und plump vorgeht, sich nicht gleich als Privatdetektiv zu erkennen gibt, bleibt sein Geheimnis. Vielleicht sollte er das nächste Mal mit einem Auto vorfahren, was schon gleich den Werbebanner Privatdetektei Müller aus Hinterzartingen mit deutlichen Buchstaben trägt. Solche Vorfälle dienen nicht der Wahrheitsfindung, sondern offensichtlich nur der Erheiterung.