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Zitate aus dem Gerichtssaal :
…… Dann erfahren auch langjährige und mitunter verdiente und erfolgreiche Mitarbeiter ähnliches, wie es in einem Rechtsstreit geschehen ist. Da wird man dann schon als oberflächlich, nicht sonderlich intelligent, beschämend in Bezug auf die Umsätze, erfolglos und untätig, Abkassierer, „Nichtumsätzler“ tituliert. Ich habe einige dieser Originalzitate einmal aufgelistet:
- … Großzügigkeit und Oberflächlichkeit im Umgang mit Fakten, wie es dem Kläger und seinem Prozessbevollmächtigten eigen ist
- Nicht sonderlich intelligente Polemik
- Beschämende Umsätze
- Erfolglosigkeit und Untätigkeit des Klägers
- Betreuungsprovisionen zu „kassieren“
- Vor dem Hintergrund dieser Umsätze, besser Nichtumsätze…
- …diese schon als unseriös zu bezeichnende Vortragsweise der Gegenseite
- Abkassieren der Kundenbetreuungsprovisionen
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…ich erhielt heute einen Anruf. Dies ist nichts außergewöhnliches, der Grund des Anrufes war jedoch für mich überraschend.
Der Anrufer meinte, er stehe kurz davor, seine Bäckerausbildung zu beenden. Nun sei er jedoch von einem Strukturvertrieb angesprochen worden. Dort habe man ihm ein hohes Gehalt versprochen, tolle Arbeit und ein Auto mit einem hohen Benzinverbrauch.
Dennoch war er unentschlossen. Er hatte viel schlechtes über den Vertrieb gehört und erlaube sich, einmal nachzufragen.
Ich sagte ihm, ich sei ja nur Anwalt und könne ihm nur von dem Prozessen berichten. Also erzählte ihm von den unzähligen Verfahren, in denen viele verstrickt sind. Ich erzählte ihm, dass es zu Beginn der Tätigkeit großzügige Provisionsvorschüsse gebe. Kündigt man aber, wird man gezwungen, den Rest einer langen Kündigungsfrist von oft über einem Jahr auszuhalten, ohne dass die Provisionen sofort ausgezahlt würden. Jetzt heißt es, die Provisionen gibt es nicht mehr als Vorschuss, sondern erst dann, wenn sie kraft Gesetzes ausgezahlt werden müssten, also erst nach Jahren.
Mein Gesprächspartner sagte dann noch etwas von Knebelung und dass es so etwas heute noch gebe.
Er bedankte sich für das Telefonat und sicherte mir zu, dass er den seriösen Bäckerberuf vorziehen werde und sich nicht einfangen lassen werde.
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Guten Abend,
ich hatte bereits das Vergnügen, über den einen oder Fall berichten zu dürfen.
Es ist inzwischen vieles hinzugekommen: Erschütterndes, Spektakuläres, Spannendes, Frivoles.
Ich habe endlich diesen Ort gefunden, in dem ich über all diese Erfahrungen erzählen kann. Dies wird eine Art meiner persönlichen Aufarbeitung.
Wir freuen uns über jeden, der unsere Geschichten liest. Ich freue mich erst recht, wenn jemand diese Dinge liest, der einem Strukturvertrieb bisher unkritisch gegenüberstand und dem unsere Anregungen ein bißchen die Augen öffnen konnten.
Kai Behrens

