Nach der Hunderter-Liste soll es dann losgehen

Bevor das mit der 100er-Liste war, wurde ich angelockt mit den Aussichten, dass man doch ganz leicht Geld verdienen könne.
Mein Betreuer sagte mir, dass ich nur 10 Termine im Monat vereinbaren müsse. Dann werde ich schnell aufsteigen und 5.000,00 € könne ich dann auch schnell verdienen. Außerdem gebe es dann noch Reisen zu gewinnen. Mein Betreuer schwärmte von Portugal, von Vila Vita.
Dann zeigte er mir auch einige Prospekte. Darin war eine Ferienanlage zu sehen. Angeblich war das der Ferienort, bei dem man dann in Zukunft drei bis vier Mal im Jahr hinreisen würde.
Und das alles auf Kosten der DVAG, so der Betreuer.
Außerdem, so hatte er damals versprochen, könne ich alles in freier Zeiteinteilung machen.
Nach dem Erstellen der 100er-Liste wusste ich, dass dies doch anders laufen sollte. Vom Vertrag her war ich frei, von der Einbindung in die Struktur nicht.
Plötzlich hatten viele andere Interesse daran, dass ich täglich regelmäßig mindestens 9 bis 10 Stunden arbeite.
Noch begriff ich nicht, dass mein Betreuer an jedem von mir vermittelten Vertrag mitverdienen würde. Dies verstand ich erst später. Und nicht nur er verdiente daran. Eigentlich alle, die in der Struktur gearbeitet haben, bis hin zum Direktionsleiter, und eigentlich alle, die vor mir da waren.
Erst später begriff ich auch, warum deshalb auf mich so viel Druck ausgeübt wurde.
Dies ist sicher als Folge des Struktursystems zu verstehen.
Wie dann meine ersten Beratungen verlaufen sind, erzähle ich später. Bei den ersten Beratungen wurde ich noch begleitet, bei den weiteren sollte ich alles allein machen.

Clarus von 1:1 gekauft

Die Clarus AG wird nun von der Aragon AG an die 1:1 Assekuranz Service AG verkauft. Die 1:1 Assekuranz Service AG ist eine Tochter der WWK.
In Zukunft soll es einen zweiköpfigen Vorstand geben, bestehend aus Ulf Fleischhacker und Lutz Harbig.
Lutz Harbig war übrigens früher als Fachanwalt für Versicherungsrecht in Leipzig tätig.
Er hatte sich auch einen Namen als auf Vermittler- und Maklerrecht spezialisierten Anwalt gemacht.

Polonaise bei Herold

Erst Hamburg- Mannheimer (jetzt Ergo), dann Wüstenroth und jetzt Herold.

Die Bild schreibt, dass auch Vertreter es Deutschen Herolds eine gemeinsame Sause im Swingerclub vornahmen.

Bild reicht dann auch gleich ein paar Bilder aus 1998 ein. Dort sieht man einige dickbäuchige Herren, deren Hände allerdings brav auf den Schultern des Vordermannes ruhen.

Ziel der Berufsreise war Hedonism II, ein FKK-Swinger-Hotel auf Jamaika.

Ob es weitere Lustreisen beim Herold gab, wird angeblich intern ermittelt.

Apropos interne Ermittlungen: Die Ergo hat sich von Ludger Griese getrennt. Der war Vorstandsmitglied und für den Vertrieb zuständig.

Ergo wollte ihre Incentivereisen öffentlich machen. So hieß es. Und dennoch wurde man überrascht, als doch wieder Berichte in der Öffentlichkeit auftauchten, ohne dass diese offiziell von Ergo kamen.

Ob man Herrn Griese nun vorwarf, dass es überhaupt diese Reisen gab oder man ihm vorwarf, dass die Öffentlichkeit davon erfuhr, ist nicht bekannt.

Helmut-Schmidt-Journalisten-Preis für Gökerverfilmung

Den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für kritischen Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus 2012 hat Klaus Stern für seine Dokumentation „Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker“ gewonnen.

Dafür die allerherzlichsten Glückwünsche !

Über den Film wurde in diesem Blog viel geschrieben. Er zeigt den kometenhaften Aufstieg und ebenso schnellen Fall des Herrn Göker, der die MEG erfand und mit dem Verkauf von Krankenversicherungen ganz nach oben wollte.

Viele Versicherer setzten große Stücke auf Göker, gewährten ihm hohe Vorschüsse und laufen nun dem lieben Geld der insolventen Meg hinterher. Gegen Göker soll es gar einen Haftbefehl geben.

Der Journalisten-Preis wird übrigens von der ING-DiBa AG gestiftet.

Die Pressemeldung von „Die Bank und Du“ spricht über den Film von Gier und Größenwahn.

In der Mediathek der ARD ist der Film leider nicht mehr zu finden.

Mit einem blauen Auge erst mal weggekommen

Banken müssen ihre Provisionen nun doch nicht an die Kunden weitergeben. Dies soll der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments entschieden haben.

So jedenfalls will es laut Versicherungsjournal Berichterstatter Markus Ferber von der CSU verstanden haben. Angeblich soll „ein und gegen ein oder oder ein oder gegen ein und“ eingesetzt worden sein.

Vielleicht erfahren wir bald Genaueres.

Interessant ist nur, dass man im Eurpäischen Parlament freimütig über die Provisionsweitergabe diskutiert, während hier einige immer noch an dem prähistorischen Gesetz über das Verbot der Provisionsweitergabe festhalten möchten.