Stichtag in Rio

Heute Abend soll sich Günter Jauch ab 22:15 Uhr im Stern-TV Uhr dem Thema annehmen, ob es anderswo auch die eine oder andere Lustreise gegeben hat.

Hier die Vorankündigung.

Und anschließend lästert Harald Schmidt über die neue Bedeutung des Wortes „Stichtag“.

Und es gibt noch mehr..

Waffenstillstand zwischen AWD und DVAG?

Lange liegt es zurück, dass sich die DVAG un der AWD darüber zu streiten begannen, ob man sich nun unabhängig oder als die Nr. 1 bezeichnen darf.

Die DVAG begann den Rechtsstreit, der AWD erwiderte dann mit einer entsprechenden Widerklage. Während in der zweiten Instanz das OLG Celle ausurteilte, dass sich die DVAG nicht als größter Vertrieb der Welt bezeichnen dürfte, hörte man von dem weiteren Verfahren nichts mehr. Zumindest drang nichts in die Öffentlichkeit.

Dabei hätte der ein oder andere gerne erfahren, ob sich der AWD tatsächlich als unabhängig bezeichnen darf. Nach dem erstinstanzlichen Urteil bekam der AWD eine kurze Frist, um die „Unabhängigkeit“ aus der Werbung zu streichen.

Gibt man auf der Internetseite des OLG Celle das den Suchbegriff „unabhängig“ ein, erfährt man nur etwas von einem Teilerfolg für Prinz Ernst August gegen seinen alten Verteidiger.

Vielleicht hat ja der AWD den Anspruch der DVAG anerkannt, so dass sich anschließend der Rechtsstreit erledigt hatte. Dann hätte man sich ein Urteil erspart. Darüber lässt sich jedoch nur mutmaßen.

Wüstenrotmitarbeiter im Rotlichtbezirk

Gestern wurde bekannt, dass „ausgezeichnete“ Mitarbeiter eine Reise nach Rio antraten und eine 51-köpfige Gruppe im Bordell gelandet ist.

Die Incentive-Reise nach Rio de Janeiro war eine Ehrung für besonders verdiente Vertriebsmitarbeiterinnen und Vertriebsmitarbeiter, die sich gleichzeitig in mehreren Vertriebsdisziplinen ausgezeichnet hatten. So beschreibt es die Wüstenrot selbst.

Die Gruppe wollte sich offensichtlich noch in weiteren Disziplinen auszeichnen. Diese standen jedoch nicht in dem offiziellen Programmheft.

Wüstenrot beteuert, nichts mit dem Besuch zu tun zu haben und erst Recht nichts dafür bezahlt zu haben.

Das Hamburger Abendblatt schreibt : „Die Nacht zum 30. April endete in dem Etablissement Barbarella, bei dem schon mit einem flüchtigen Blick auf das Logo am Eingang klar ist, was innen abgeht – ein Kontakthof für käuflichen Sex. „Die Bustüren gingen auf und etwa die halbe Gruppe stieg aus, inklusive Bereichsleiter und Direktoren“, berichtet ein Teilnehmer. „Ich habe nur gedacht: Das kann ja wohl nicht sein, dass uns die Wüstenrot hier zum Puff kutschiert.“ Mindestens drei Barbarella-Besucher sollen später Prostituierte mit aufs Zimmer genommen haben.“

Aus sicherer Quelle wissen wir, dass derart Besuche in der Branche kein Einzelfall sind.

Bänker die Gewinner beim Verkauf von Lebensversicherungen

Das Versicherungsjournal berichtete bereits am 29.11.11, dass der Bankenvertrieb den meisten Umsatz beim Neugeschäft der Vermittlung von Lebensversicherungen habe.

Der Bankenvertrieb ist damit erstmals stärkster Vertriebsweg, vor der Ausschließlichkeit und den unabhängigen Vermittlern.

2009 waren die „Ausschließlichen“ noch führend, haben aber an Marktanteil verloren.

Offensichtlich ging der Trend zur „Einmaleinzahlung“ und nicht zur kontinuierlichen Anlage. So schreibts Cash-Online.

Towers Watson, die diese Studie durchgeführt haben, sehen auch in der Zukunft allenfalls Wachstum bei den Maklern und Banken.

„Für die Ausschließlichkeit gehen zwei Drittel der Versicherer von einer Stagnation aus“, so Cash-Online. Noch düsterer sieht es in den nächsten 5 Jahren für die gebundenen Strukturen aus, folgt man den Prognosen von  Towers Watson.

Zu den gebundenen Strukturvertrieben gehören nach Towers Watson auch DVAG, OVB, HMI. Zu den ungebundenen Strukturvertrieben soll der AWD gehören. Nach einem Urteil des Landgerichts Hannover, gegen das Berufung eingelegt wurde, soll diese Bezeichnung allerdings falsch sein. Gegen dieses Urteil wurde Berufung eingelegt. Wie und ob das Verfahren beendet wurde, ist uns nicht bekannt.

Göker-Show geht weiter

Mehmet Göker, charismatischer Ex-Chef der insolventen MEG, sitzt weiter auf der Anklagebank.

Am 9.12.11 ging die Verhandlung laut HNA weiter. Ein ehemaliger Mitarbeiter sagte diesmal aus.

Jetzt will Göker nachweisen können, dass er am Tag, als er die Gelder zu Unrecht bekommen haben soll, gar nicht da war und legte entsprechende Dokumente aus der Türkei vor.

Welch Überraschung möchte man da meinen.

Göker ist eine der vielen charismatischen Lichtgestalten der Vertriebswelt, ohne die diese Branche wohl nicht existieren könnte.

Schon bei einer früheren Verhandlung machte er die große Show. Mit viel Humor hier zu lesen.

Schon damals fiel auf, dass vieles unverändert war. Er fuhr seinerzeit mit dicken Autos vor, parkte im Halteverbot, hatte im Schlepptau eine Gefolgschaft alter Anhänger. Die HNA meinte „die aussehen wie schlecht geklonte Mehmet-Kopien“.

Selbstverständlich gibt es keine Zweifel, dass die von Göker vorgelegten Dokumente echt sind.

Im nächsten Jahr geht der Prozess weiter.