Mrz 11

Zufällig gefunden und für sehr lesenswert gehalten:

http://www.dvag-unternehmensblog.de/2010/02/14/wildern-bei-banken/comment-page-1/#comments

Eine Eintragung im Lach-Blog zum Thema : Was sind sie denn jetzt, die Vermögensberater ? Nichts, (anonyme) gebundene Vermittler, Handelsvertreter ?

Die Kommentare sprechen Bände und entlarven einen Pseudoberuf…

Mrz 10

Am 01.03.2010 entschied das Landgericht Münster, dass das Arbeitsgericht in einem Rechtsstreit der Deutschen Vermögensberatung DVAG mit einer ehemaligen Vermögensberatin zuständig sei.

Das Landgericht führte aus, dass die Vermögensberaterin so genannte Ein-Firmen-Vertreterin sei. Ferner stand fest, dass die Vermögensberaterin in den letzten sechs Monaten vor Ausscheiden aus dem Vertragsverhältnis weniger als 1.000,00 € im Durchschnitt verdient hat.

Deshalb hat das Landgericht die Angelegenheit an das zuständige Arbeitsgericht verwiesen.

Mrz 08

Ein aus Überzeugung aus der deutschen Vermögensberatung DVAG Ausgeschiedener teilt uns folgendes trauriges Kapitel unqualifizierter Beratung mit. Er nennt es “wieder mal eine Geschichte aus dem Leben”:

“Vor einigen Tagen habe ich eine Interessentin besucht, die folgenden Versicherungswunsch hatte:

Berufsunfähigkeitsversicherung 1000,- Euro mntl. bis Endalter 65,  Geb. 1979, Bürotätigkeit. Eine einfache Aufgabe, sollte man denken. Für mich schon, denn für 45,83 Monatsprämie ist das Risiko beim Volkswohlbund versicherbar.

Für den DVAG Mitarbeiter schien das Problem komplizierter.

Sein Angebot: Eine Wunschpolice mit 65,- Monatsbeitrag Laufzeit bis Endalter 79! Zu bezahlen bis 65. 1000,- Euro BU- Rente waren auch dabei für 43,- Euro im Monat, aber eben nur bis Endalter 55 Beitrag und auch Leistungsdauer! Was treibt den DVAG- Mitarbeiter dazu, solch einen Unfug anzubieten? Ist es  ….. (die genauen Worte von den Blogverfassern gelöscht) oder einfach nur Dummheit?

Es wird sich mir nie ergründen. Scheinbar kann man sich bei der Wunschpolice alles wünschen, außer bedarfsgerechtem Versicherungsschutz.

Da die junge Frau ein leichtes Gesundheitsproblem hat, kam ein neues Angebot mit Zuschlag, das sie dann zum Glück abgelehnt hat und im Internet mit mir in Kontakt gekommen ist.

Das Schlimme daran ist, dass die Frau keinerlei Ahnung von Versicherungen hat und dem Berater voll vertraut und natürlich gedacht hat, bei dem DVAG Angebot hat sie bis 65 Versicherungsschutz bei BU. Sie wollte es erst nicht glauben. Ich habe es sie dann selbst errechnen lassen, wie alt sie bei BU- Ablauf ist.  Die Begeisterung für die DVAG war entsprechend groß.

Warum befasst sich Frau Ministerin Ilse Aigner eigentlich nicht mit solchen Sachen?”

Wir sagen danke für die Geschichte aus dem Leben!

Mrz 06

Am 10.02.2010 entschied der Bundesgerichtshof unter dem Aktenzeichen IX ZA 21/09, dass ein Krankenversicherer keine Daten an einen Dritten weitergeben darf.

Hintergrund war, dass Provisionsansprüche und Rechte auf die Erstellung eines Buchauszuges an einen Dritten abgetreten waren. Dieser Dritte verlangte dann den Buchauszug. Daten hätten also an ihn weitergegeben werden müssen.

Der BGH sagte, dieser Dritte habe darauf keinen Anspruch, da sich sonst der Krankenversicherer gemäß § 203 Abs. 1 Ziffer 6 StGB strafbar mache. Die Abtretung sei deshalb unwirksam.

Übrigens : Das Urteil stellt keine Überraschung dar. Anwälte dürfen ihre Forderungen aus dem gleichen Grunde auch nicht abtreten, z.B. an ein Inkassounternehmen, um Gebührenansprüche einzuziehen.

Zu dem großen Thema Geheimhaltung und Datenschutz konnte das Bundesverfassungsgericht am 02.03.2010 umfassend beitragen. Danach ist die sechsmonatige Speicherung von Telekommunikationsdaten durch private Dienstanbieter – trotz gesetzlicher Grundlage – unzulässig. Das Bundesverfassungsgericht verlangt hinsichtlich der Datensicherheit Regelungen, die einen besonders hohen Sicherheitsstandard entsprechen und klar und verbindlich sind.

Durch diese beiden Entscheidungen ist der Datenschutz wieder in den öffentlichen Fokus gerückt.

Kürzlich wurde uns mitgeteilt, dass persönliche Daten einer Mandantin, die Kundin der Central Krankenversicherung ist, an einen Direktionsleiter der deutschen Vermögensberatung DVAG weitergegeben wurden. Dieser schrieb die Mandantin daraufhin an.

Wir denken: Auch das ist strafbar gemäß § 203 Abs. 1 Zf. 6 StGB

Mrz 03

Ist Westerwelle im Beirat der DVAG ? Wir hatten darauf aufmerksam gemacht, dass dies nicht mehr so ist.
Warum sind die Veröffentlichnungen im Bundestag über die Nebeneinkommen des Herrn Westerwelle bis heute falsch ?
Warum wird immer noch die Beiratsmitgliedschaft behauptet ?

Frau Enkelman, wir hätten auch so gerne noch mehr Fragen gestellt….

Mrz 01

Am 11.1.2010 ließ die Pressemappe der Deutschen Vermögensberatung DVAG veröffentlichen, dass das Finanzmagazin „Vermögensberater“ angeblich die Auflage auf rund eine Million pro Ausgabe gesteigert hätte.

Zum Hintergrund : Das Magazin “Vermögensberater” wird von den Vertriebsmitarbeitern der DVAG abgenommen und an die Kunden verteilt.

Es bietet - ein - wenig Informatives gepaart mit versteckter und offener Werbung. Das kostenlose Heftchen ist nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Werbeberichten, sondern es enthält auch Berichte über Reisen, Autos, Freizeitparks bis hin zu allgemeinen Tipps. Es ist vergleichbar mit dem Inhalt einer Fernsehzeitschrift - nur leider ohne Programmhinweise. Dafür gibts allerlei versteckte Werbung.

Dass es zwischen großer Auflage und Qualität nicht immer einen Zusammenhang gibt, dürfte von verschiedenen Tagesblättern bekannt sein. Wieviel von einer großen Auflage wie der Vermögensberater ungesehen im Mülleimer landet, wurde durch die Pressemappe nicht bekannt.

Feb 28

Viele Führungskräfte der Deutschen Vermögensberatung DVAG erhielten bereits im Sommer einen Brief von Dr. Pohl mit dem Hinweis, dass die freiwilligen Bonuszahlungen (die oft bei den Betreffenden bis zu 70% des Einkommens ausmachen) ab Sommer 2010 eingestellt werden, sofern “Neuaufbau” -Leistungen nicht erreicht würden.

Die Neukundenoffensive ist beispiellos in der Geschichte der DVAG und - trotz 20 Millionen Budget - kläglich gescheitert.

Pünktlich zur Vorstellung des neuen Michael Schumacher Caps inklusive F1-Mercedes informierte die DVAG  ihre 37.000 DVAG Handelsvertreter über ein neues internes “Qualitätsmanagement”, das das Ziel hat, Manipulationsversuchen der Handelsvertreter vorzubeugen. Es wird gemunkelt, dass es gerade im Mercedes der Provisionen, dem Lebensversicherungsgeschäft, massive Manipulationsversuche gibt, um das schlechte Neugeschäft aufzufangen.

Die DVAG scheute weder Kosten noch Mühe, um alle 37.000 Vermögensberater mit einer Software und einer Powerpointpräsentation über das böse Geschäft mit angeblichen Manipulationen zu informieren. Es scheint gewaltig zu brodeln im Bereich Qualität, insbesondere der Aachen Münchener Lebensversicherung.

Beinahe warnend erwähnt der “Dr.” - wie man ihn intern im Kreis der DVAG nennt - in seinem Rundschreiben, man möge “Überblick bei schnell heranwachsenden Strukturen” bekommen und schrieb von “frühzeitiges Erkennen von Manipulationsversuchen”.

Weiterhin wird jedoch mit Reise-und Geldpreisen geködert. Diejenigen, welche die Direktionsstufe erreichen, erhalten sogar 250.000,- € Sofortbonus.

Ach so, und was bekommt der Mercedes der Werbeträger, der Schumi? Lt. Bild-Zeitung sollen es bis zum Jahr 2014 jährlich 7 Millionen sein.

Feb 24

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte eine Studie zum Sinn privater Krankenversicherungen in Auftrag gegeben. Obwohl man so PR-Leute wie den AWD-Rürup damit beauftragt hatte, waren die Ergebnisse wohl nicht ganz so prall, wie der FDP-Minister Brüderle das wohl seinen Freunden von der DVAG wünschen würde. Sicher nur ein Zufall, dass Brüderle die Studie dann doch nicht veröffentlichen wollte und in den Giftschrank packte.

Dumm nur, dass es im Zeitalter von Wikileaks für kollektive Geheimnisse etwas eng geworden ist:

Weiter auf Telepolis.

Feb 23

Hatten wir heute gemeldet, dass Westerwelle nicht mehr für die DVAG posiert, so hat der Mann doch adäquaten Ersatz gefunden: Er jobbt für ein höchst ehrenwertes Geldinstitut in Liechtenstein!

Klar, dass Mr. Westerwave bei diesem Umgang mit Jartz4ern und Handelsvertretern nicht mehr gesehen werden will.

Feb 23

Heute lässt sich die selbsternannte Nr. 1, die deutsche Vermögensberatung DVAG, in der KölnArena richtig feiern. Müh und vor allem Kosten werden wieder mal nicht gescheut. Man ist bemüht, Namhaftes auf die Bühne zu bringen.

Westerwelle wirds wohl nicht sein. Er hatte das Handtuch geworfen und die Mitarbeit bei der DVAG als Beiratsmitglied an den Nagel gehängt. In den Bundestagsveröffentlichungen ist die Mitarbeit bei der DVAG noch verzeichnet. Man darf sich nicht täuschen lassen - die Bundestagseintragung ist nicht mehr aktuell! Angeblich soll Westerwelle schon seit seiner Berufung zum Außenminister nicht mehr Beiratsmitglied sein. Folgt man den Veröffentlichungen des Bundestages, steht er immer noch auf der Gehaltsliste der DVAG.

Um den Einfluss auf politische Ämter weiterhin geltend zu machen, hat man sich statt Westerwelle die Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. Petra Roth ins Boot geholt.

Und zudem gibts noch einen oben drauf : Neben Roth schmückt man sich mit Prominenz aus der Welt des Fußballs. Löw, Bundestrainer und DVAG-Fahnenträger, darf sich darüber freuen, seinen Widersacher im Streit um seine Verträge, Dr. Theo Zwanziger, als neues Beiratsmitglied der DVAG zu begrüßen. Zwanziger ist bekanntlich Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB ).

Der DVAG- Beirat ist aktuell wie folgt besetzt :

Dr. Helmut Kohl, Bundeskanzler a. D., Vorsitzender

Axel-Günter Benkner, Mitglied der Geschäftsführung der DWS-Gruppe

Dr. Rolf E. Breuer, Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank AG a. D.

Gerhard Eberstadt, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank AG a. D.

Dr. Egon Klepsch, Präsident des Europäischen Parlaments a. D.

Rainer Neske, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG, Vorstandssprecher
der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG und Mitglied des
Group Executive Committees der Deutschen Bank AG

Dr. Wolfgang Röller, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsratsrats der Dresdner
Bank AG

Karl Starzacher, Hessischer Finanzminister a. D., Rechtsanwalt

Prof. Dr. h. c. Dieter Stolte, Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens
(ZDF) a. D., Vorstandsmitglied der Axel Springer Stiftung

Prof. Dr. h. c. Horst Teltschik, Ministerialdirektor a. D.

Prof. Dr. Bernhard Vogel, Rheinland- Pfälzischer und Thüringischer Ministerpräsident a.D., Vorsitzender der Konrad Adenauer Stiftung

Dr. Walter Wallmann, Hessischer Ministerpräsident a. D.

Michael H. Westkamp, Vorsitzender der Vorstände der AachenMünchener
Lebensversicherung AG und der AachenMünchener Versicherung AG

Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Präsidentin
des Deutschen Städtetages

Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB)