Eine Email an viele (oder alle?) Vermögensberater machte kürzlich die Runde. Offensichtlich brodelt es mächtig hinter den Kulissen der deutschen Vermögensberatung DVAG. Anbei die Email, die uns freundlicherweise zugespielt wurde.
“Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in unserer Direktion …. haben seit Jahresbeginn mehr als … Vermögensberater die DVAG aus eigenem Entschluss verlassen bzw. deren Vertragsverhältnis wurde von der Geschäftsleitung gekündigt. Dabei waren auch Vermögensberater mit hohen Praxisstufen und Gruppenleiter bis hinauf zur Stufe HGS. Der Neuzugang im gleichen Zeitraum lag bei nur vier Vermögensberatern. Seit Jahren schrumpft der Umsatz unserer Direktion. In den letzten Monaten scheinen sich unsere Umsatzzahlen im freien Fall zu befinden.
Deshalb habe ich das Gefühl, dass einiges bei uns nicht stimmt und kann auch keine Bestrebungen erkennen, diese dramatische Entwicklung umzukehren.
Um mir mehr Klarheit zu verschaffen, ob ich mir das alles nur einbilde oder es tatsächlich eklatante Missstände gibt, bitte ich Sie um Antworten auf folgende Fragen:
Haben Sie das Gefühl, dass sich die Unternehmenskultur in der DVAG in den letzten Jahren verändert hat? Wenn ja, was hat sich verändert?
Haben Sie die Erfahrung machen müssen, dass sich die Geschäftsleitung der DVAG mit Ihnen getroffene Vereinbarungen nicht einhält? Wenn ja, welche Vereinbarungen wurden nicht eingehalten?
Haben Sie bei Ihrer Alltagsarbeit die Erfahrung gemacht, dass aufgrund unserer ausschließlichen Vermittlung von AachenMünchener Produkten im Versicherungsbereich unsere Chancen uns gegen Mitbewerber durchzusetzen, immer schlechter werden? Wenn ja, welche Lösungen sehen Sie für dieses Problem?
Vergibt Ihr Direktionsleiter Wettbewerbsplätze nicht nach Leistung und hebelt so das Leistungsprinzip aus, welches Grundlage der Firmenphilosophie der DVAG ist?
Versucht Ihr Direktionsleiter Sie zu Dingen zu verpflichten, welche nicht Gegenstand des Vermögensberatervertrages sind? Wenn ja, wozu versucht er Sie zu verpflichten?
Hat Ihr Direktionsleiter versucht, Sie zu Umsatz- bzw. Aktivitätszielen zu verpflichten mit dem Hinweis, dass bei Nichterfüllung mit Kündigung des Vermögensberatervertrages zu rechnen ist?
Wurden in Ihren Direktionen Kollegen der Vermögensberatervertrag gekündigt, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gab? Wenn ja, welchen Kollegen wurde gekündigt?
Brauchen wir einen Internetblog zum Thema Machtmissbrauch durch Direktionsleiter?
Über Antworten auf diese Fragen an die Email-Adresse Eine_tolle_berufliche_Familiengemeinschaft@gmx.de würde ich mich sehr freuen.
Mit kollegialem Gruß”