Der AWD hat sich inzwischen kulant gezeigt und der 91jährigen Kundin eine Weiterführung des Rechtsstreits erspart. Der Anlegerin wurde der gesamte Schaden erstattet. Mehr hierzu bei der Standard.at.
Ein “beratenes” Ehepaar bekam diese Woche in der ersten Instanz Schadensersatz zugesprochen. Weiter bei derStandard.
Das Bundeswirtschaftsministerium hatte eine Studie zum Sinn privater Krankenversicherungen in Auftrag gegeben. Obwohl man so PR-Leute wie den AWD-Rürup damit beauftragt hatte, waren die Ergebnisse wohl nicht ganz so prall, wie der FDP-Minister Brüderle das wohl seinen Freunden von der DVAG wünschen würde. Sicher nur ein Zufall, dass Brüderle die Studie dann doch nicht veröffentlichen wollte und in den Giftschrank packte.
Dumm nur, dass es im Zeitalter von Wikileaks für kollektive Geheimnisse etwas eng geworden ist:
“über 50 Prozent des Umsatzes mit Immobilienaktien gemacht“
behauptet der VKI über das Österreichgeschäft des AWD.
“Nööööö!” meint der AwöDö. Die Aussage solle zurückgenommen werden.
“Nie!” meint der VKI.
Mehr Wiener Schmäh bei nachrichten.at
Der Mitschnitt bei Youtube des WDR-Beitrags über DVAG und AWD ist entfernt worden. Kein Problem, SIe finden ihn hier in der ARD-Mediathek!
Ganz große Überraschung: Finanzvertriebe ziehen ihr Vertriebspersonal über den Tisch!
Nein, wer hätte damit wohl gerechnet …?
Das Handelsblatt berichtet heute über zwei gegen AWD und Bonnfinanz ergangene Urteile des OLG Köln und des OLG Celle, in denen man es den Strukki-Treibern verübelt, dass sie die Kosten für Werbekram und Firmensoftware auf die “freien” (hihi!) Handelsvertreter abwälzen.
Am witzigsten finde ich persönlich ja dieses Statement:
„Ich fühle mich betrogen, im Bewerbungsgespräch war von den Kosten, die wir zu tragen haben, nie die Rede“, sagt Tim Runge, der von Oktober 2008 bis Juni vergangenen Jahres im Münsteraner Raum Mitarbeiter beim AWD war und jetzt klagt.
Lieber Tim, hättest Du vor drei Jahren mal “AWD” gegooglet, dann wäre Dir meine Website finanzparasiten.de aufgefallen. Da wärest Du dann unter “Eine Beraterkarriere” auf das hier gestoßen. Als Münsteraner hättest Du auch die Möglichkeit gehabt, mich mal auf eine Tasse Kaffee einzuladen, um festzustellen, ob der Typ sie noch alle hat, der diese Seite verantwortet. Das wäre dann Finanzberatung fürs Leben geworden … ![]()
Wie der NDR meldet, war der AWD mal wieder etwas großzügig mit Daten seiner Kundschaft. Hatten wir schon kürzlich. Finanzangelegenheiten sind ja nicht so sensibel, da sollen die Leute sich mal nicht so haben.
AWD-Sprecher Béla Anda, der sich als PR-Mann schon für Ex-Kanzler die Nachrichten ausdenken durfte, bestreitet einen Datenverstoß und geht zum Gegenangriff über:
Ganz offensichtlich will der NDR die aktuelle Diskussion um die Schweizer Bankdaten dazu nutzen, weiterhin Aufmerksamkeit auf seine Geschichte zu lenken. Dies zeigt, dass es dem NDR einzig um die Inszenierung seiner Arbeit und nicht um die Aufklärung des Falls geht.
Dieser böse NDR …
Auch, wenn wir ungern Positives über Finanzvertriebe sagen: Bei den Mitbewerbern MLP und DVAG wird Datensicherheit sehr ernst genommen.
Wie der Kurier meldet, entwickeln sich die Massenverfahren der von den Verbraucherschützern betreuten Kläger gegen die Österreich-Tochter des AWD zum Rekord in der Alpenrepublik. Zum Showdown kommt es insbesondere, weil der AWD auf stur schaltet:
“Neben dem VKI gibt es noch rund 1500 Privatklagen sowie rund 6000 Anleger, die vom Prozessfinanzierer Advofin vertreten werden. Damit entwickelt sich die Causa zum größten Verfahren in der zweiten Republik.”
Bei Finanzstrukturvertrieben hört bei Finanzen die Freundschaft eben ganz schnell auf - Freundschaft mit Kunden, Handelsvertretern, Aktionären …
In Österreich hat der AWD kaum noch einen Ruf, den er verteidigen könnte. Doch nun wird neues Ungemach bekannt: Verrat!
Es ist nicht gerade ungewöhnlich, wenn Handelsvertreter beim Wechsel des “Arbeitgebers” ihre Kundenkontakte usw. mitnehmen möchten. Ein bisschen übertrieben haben es laut AWD jedoch drei ehemalige AWD-Agenten, die nun vor dem Richter stehen:
„Von April 2006 bis April 2007 wurden tausende E-Mails abgerufen und Geschäftsgeheimnisse verwertet“
Die angeklagten Ex-AWDler bestreiten die Taten und sehen das Strafverfahren als unsportliche Antwort auf ihre zivilrechtliche Klage gegen den Strukturvertrieb:
„Es handelt sich eindeutig um einen Rachefeldzug“, konterte Dr. Andreas Stranzinger, Rechtsvertreter der drei Ex-AWD-Makler. Bei arbeitsrechtlichen Prozessen gegen AWD fordern die drei Betroffenen nach eigenen Angaben insgesamt eine halbe Million Euro.
(”Makler” sind das wohl eher nicht gewesen.)
Das OLG Celle tut manchmal auch was Gutes für den AWD. So haben die Richter Berufung der Deutschen Vermögensberatungs AG abgelehnt, die sich großspurig die “weltweite Nummer 1″ nennen wollen. Das hatte der AWD den Mitbewerbern aus Frankfurt untersagen lassen, nachdem die DVAG zuvor dem AWD ans Bein gepinkelt hatte. So mussten die AWDler ihr teures Briefpapier in die Tonne kloppen, weil da etwas von “unabhängig” stand.
Die DVAG beglückt uns auch wieder mit einem peinlichen Werbespot, in dem jemand positive Eigenschaften eines Mafiabosses rühmt! Viel Vergnügen!