von RAin Britta Gedanitz
Beraterduo Maschi & Berti (MaschmeyerRürup AG) erschließen mit ihrem
ersten Auftrag neue Ölquellen Versicherungsfelder.
Denn am Ende einer Wirtschaftsanalyse steht bekanntlich immer eine
unnötige Versicherung.
von RAin Britta Gedanitz
Beraterduo Maschi & Berti (MaschmeyerRürup AG) erschließen mit ihrem
ersten Auftrag neue Ölquellen Versicherungsfelder.
Denn am Ende einer Wirtschaftsanalyse steht bekanntlich immer eine
unnötige Versicherung.
Die Seite www.exdvag.de, die seinerzeit von einem ehemaligen Vermögensberater der deutschen Vermögensberatung in das Leben gerufen wurde und danach von dem ex-awd-Verein übernommen wurde, erfreut sich offensichtlich größerer Beliebtheit.
Hartnäckig steht die Seite wie ein Bollwerk auf der ersten Seite direkt hinter der DVAG.
Im eigens geführten Forum sind jetzt wieder mehr Beiträge zu finden.
Der DVAG-Minister Wirtschaftsminister Brüderle (DVAG) (FDP) streitet sich mit dem Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) darüber, wie der Anlegerschutz für die Nutzlosbranche den grauen Kapitalmarkt verbessert werden könnte. Da sowohl FDP als auch CDU vom größten deutschen Finanzvertrieb, der DVAG, das Geld hinten und vorne nur so reingesteckt bekommen und sich freundlich gesinnten Politiker direkt in ihre Dienste nehmen lassen, ähnelt der “Dialog” einem Handpuppenspieler, der zwei Figuren seine Hand in den Hintern steckt.
Das eigentlich Seltsame ist, dass der Verbraucherschutz ja in das Ressort von der Aigner-Ilse fällt, die allerdings klar signalisiert hat, dass sie die Qualität der Finanzberatung alles andere als prall findet.
Dass es Kanzler Schröder (AWD) (SPD) nicht anständiger lief als unter Kanzler Kohl (DVAG) (CDU), versteht sich von selbst. Dass sich der neue Bundespräsident nicht zu schade ist, in der bescheidenen Laube des AWD-Pyramidenbauers zu urlauben, wäre ja wohl auch zu viel verlangt.
So fällt es denn den GRÜNEN zu, die aktuelle Farce angemessen zu kommentieren:
Das Gewerberecht böte nur eine Scheinaufsicht, “die den vielen schwarzen Schafen bei den Beratern das Leben erleichtern”, kritisiert dagegen die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn.
“Ein anrüchiger Freundschaftsdienst”? fragt die Süddeutsche anlässlich der Gastgeberschaft Maschis für den Ex-CDU-Landesvater.
Maschi, der schon dessen Vorgänger Schröder an seiner Fürsorge teilhaben ließ, hat gerade angekündigt, den AWD noch größer zu machen. Klarer Fall von Realitätsferne.
UPDATE: Auch der SPIEGEL findet das bemerkenswert.
Während die DVAG mit einem von ihr selbst eingeleiteten Verfahren gegen den AWD eine schnelle Niederlage erlebte, ist über den Antrag der DVAG gegen den AWD bis heute nicht rechtskräftig entschieden worden.
Ein Blick zurück:
Nachdem der AWD an Swiss Life verkauft wurde, störte sich die DVAG daran, dass sich der AWD noch als “unabhängig” bezeichnet hatte.
Vor dem Landgericht Hannover wurde ein Antrag der DVAG eingereicht, wonach der AWD dies in Zukunft zu unterlassen habe.
Im Rahmen eines Gegenantrages verlangte der AWD von der DVAG, die DVAG dürfe in Zukunft nicht mehr behaupten, sie sei “weltweit die Nummer 1″.
In der ersten Instanz bekamen beide Parteien mit ihren Anträgen Recht.
Beide legten gegen die Entscheidung Berufung bei dem Oberlandesgericht Celle ein.
Das Oberlandesgericht Celle machte mit der DVAG “kurzen” Prozess. Die Berufung der DVAG scheiterte. Die DVAG durfte sich nicht mehr als Nummer 1 weltweit bezeichnen.
Die DVAG hingegen stößt mit ihrem eigenen Antrag auf massiven Widerstand.
Es geht konkret um die Äußerungen, ob sich der AWD als “Europas größter unabhängiger Finanzdienstleister, Europas Nummer 1 für unabhängige Finanzoptimierung” bezeichnen darf und der AWD biete eine “unabhängige, ganzheitliche Finanzberatung”.
Das Oberlandesgericht Celle ist nunmehr geneigt, über streitgegenständliche Fragen ein Gutachten einzuholen. Eine kurzfristige Entscheidung steht mithin nicht an.
Die Einholung des Gutachtens wird mit großer Spannung erwartet. Noch kann die Einholung eines solchen Gutachtens allerdings von den Streitparteien verhindert werden.
Von Rechtsanwältin Britta Gedanitz, Mannheim.
Das einstige DAX-Unternehmen MLP ist im Juni 2010 vom MDAX in den SDAX abgestiegen.
Nun ja, wenn man das Zeug dazu hat… Wohin AWD abgerutscht wäre, hätte Swiss
Life diese Perle im Meer der Finanzdienstleister nicht aufgefischt, wissen
wir nicht. Aber es lässt sich schon mal soweit resümieren, dass auch Swiss Life im Juni aus dem bedeutendsten Schweizer Aktienindex rausgefallen ist.
Swiss Life wurde 1998 in den SMI aufgenommen - nur ein Jahr nach Umwandlung
in eine börsennotierte Aktiengesellschaft.
Zwei Jahre nach Erwerb der Perle - inklusive des MLP-Anteils!
ist das Kapitel SMI für Swiss Life nun also zu Ende. Aufgenommen in den SMI wurde anstelle von Swiss Life übrigens ein Unternehmen, das ebenfalls zu nah an Ölquellen gebaut hat: Trancocean
,der Betreiber der im Golf von Mexiko gesunkenen Ölplattform.
Geld kann man immer brauchen, denkt wohl auch Formaxx, vor allem, wenn man
so rasant wächst, dass man in der Cash Hitliste schon gar nicht mehr auftaucht, pumpt Versicherer an.
Provisionsvorschüsse seien etwas ganz normales.
Stimmt, sie sind sozusagen das täglich Brot der Branche.
lautet ein Komentar in der Bild-online vom 28.06.10. Oneandahalfmen nennt sich der Kommentator, dem dieser Fehler gelang.
Lieber Oneandahalfmen, Maschmeyer ist doch kein Schauspieler - wenn ihm auch der Umzug von der Business in die Yellow-Press vollends gelungen ist. Und umgesattelt hat er auch.
Maschmeyer - wir erinnern uns - war Firmengründer des AWD. Wir denken gerne an den 1.4.1989 zurück, als Thomas Gottschalk das einjährige Jubiläum des AWD moderierte und Maschmeyer mit einem tollkühnen Ritt auf einem Elefanten in die AWD-Annalen einging.
Von Rechtsanwältin Britta Gedanitz, Mannheim
Das Gleichnis des Finanzmessias Carsten Maschmeyer, man sitze auf einer Ölquelle , die angebohrt und riesig groß ist und sprudeln wird, war nicht nur ungemein treffend, sondern erinnert unweigerlich an das Credo der Finanzbranche, welches da lautet:
Dummheit ist der billigste Rohstoff. Wie segensreich unaufhörlich sprudelnde Ölquellen sein können, demonstriert gerade BP im Golf von Mexiko. Aber auch AWD kann mithalten: In Österreich. Dort steht es nämlich jetzt schon 2 : 0 in Sachen VKI/AWD-Kunden versus AWD. Zum wiederholten Male scheiterte AWD in dem Bestreben um Verhinderung einer Sammelklage seiner finanzoptimierten Kunden, die dem AWD Falschberatung vorwerfen.
Und man muss nicht erst Okrakel Paul befragen, um eine Idee davon zu bekommen, wie die Gerichte die Zulässigkeit der weiteren Sammelklagen gegen AWD bewerten könnten. Die Quelle sprudelt und sprudelt. Derweil wähnt sich AWD als Opfer einer Medienkampagne.
Von wegen systematische Fehlberatung, alles nur Einzelfälle (Plural!)
Böse, böse. Alle böse. Nur AWD gut. Jaaa, so könnte es sein …. Oder eben doch nur Verschwörungstheorien aus Strukkistan?
DVAG minus 9,99
Awd - 16,51
MLP - 8,26
Postbank - 15,22
OVB - 22,52
und dann - nanu - Infinus mit einem Plus von 19,05.
Infinus ist übrigens ein Dresdener Finanzdienstleistungsinstitut und vermittelt Wertpapiere bei 410 Vermittlern. Angeblich lebt man von der Lancierung eigener vermögensverwaltender Investmentfonds.
Sieh an: Der AWD, dessen Image in Österreich unter Null gesunken ist, hat sich im Wege des Vergleichs bei zwei Anlegern auf 70% des Differenzschadens + Prozesskosten geeinigt. Geht doch!