OVB-Abrechnung auf dem Prüfstand

Gestern durfte sich ein Amtsgericht in mehreren Fällen mit der Nachvollziehbarkeit verschiedener OVB-Abrechnungen beschäftigen.

Bereits vor Monaten erteilte es den Hinweis, es könne die Abrechnungen nicht verstehen, der Vortrag der OVB sei unsubstantiiert. Bis heute konnte die Abrechnung nicht erklärt werden.

Das Gericht kündigte an, alle Klagen abzuweisen, gab der OVB jedoch noch einen Schriftsatznachlass.

Es wies darauf hin, dass insbesondere die Abrechnungen nicht erläutern, was denn mit den Provisionsrückstellungen passiert sei. Laut Vertrag sollen mindestens 10% zurückgestellt worden sein.

Die Rückstellungen waren bei den Berechnungen nicht auffindbar.

5 Jahre für Brandanschlag gegen Vermittler

Eine verzweifelte Kundin aus dem Allgäu griff zur Selbstjustiz: Sie
zündete das Haus jenes Anlageberaters an, der ihr die Investition in
Blockheizkraftwerke der Nürnberger Gesellschaft zur Förderung
erneuerbarer Energien (GFE) empfohlen und sie damit in die
Schuldenfalle getrieben hatte. Nun muss sie fünf Jahre ins Gefängnis.

Über dubiose Geschäfte von Finanzierungsberatern zum Bau angeblicher
Blockheizkraftwerke (BHKW) wurde hier im Blog bereits berichtet.

Statt die in Aussicht gestellte Rendite von 30 Prozent einstreichen zu können,
blieben die Kunden auf ihren Kosten sitzen.

GFE hatte in zahlreichen Gemeinden in Unterfranken für Standplätze für
seine BHKW geworben. Durch Kauf und Rückvermietung der Kraftwerke an
die Firma sowie Einspeisung ins Stromnetz sollte sich der Einsatz für
Investoren in 20 Jahren angeblich versechsfachen, erzählten Verkäufer.

Einem von ihnen hatte die Frau aus dem Allgäu geglaubt: Er hatte ihr
eine monatliche Rendite von 2,5 Prozent auf die investierten 47 600
Euro versprochen. Geblieben sind bislang Durchhalteparolen. Doch die
Frau hat seit Dezember 2010 einen 48 000-Euro-Kredit zu tilgen.

Nun muss sie auch noch für den beim Brand entstandenen Sachschaden von
etwa 600 000 Euro aufkommen. Das Haus wurde abgerissen, nachdem es
durch zwei Molotov-Cocktailwürfe der vermutlich Betrogenen im März 2011
abgebrannt war. Zum Glück konnten Vermittler nebst Ehefrau und
zwölfjährigem Sohn aus dem Haus entkommen. Laut Anklageschrift bestand
aber Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft wollte eine deutliche
Haftstrafe, trotz eines Geständnisses der nun zu fünf Jahren Haft
verurteilten Frau aus Sonthofen.

Central zieht Preise an

Einige Kunden der Central, die inzwischen ausschließlich von der DVAG vertrieben wird, bekamen in den letzten Tagen eine Preiserhöhung.

Auch ab nächstem Jahr kommen wieder Preiserhöhungen, heißt es in dem Schreiben. Aufgrund einer Dynamikregelung gibt es automatische Anpassungen.

Der Tarif V33S2 z.B. betrug bei einem Kunden im Jahre 2011 monatlich 152,81 € bei einer Selbstbeteiligung von 600,00 €. Im Jahre 2012 wurde die Selbstbeteiligung auf 750,00 € angehoben. Für das Jahr 2013 soll der Beitrag 202,30 € bei einer SB von 900,00 € betragen.

Gleichzeitig gibt es eine Gutschrift in Höhe von 41,91 €. Diese Gutschrift wird von der Central zur „Abmilderung einer Beitragssteigerung“ eingesetzt.

Ein anderer Fall wurde uns wie folgt zugetragen:

„Heute kam von der Central der neue Beitrag für 2013 ins Haus

geflattert. Die Selbstbeteiligung -versteckte Beitragserhöhungen-

wurde je Person für mich und meine Frau um 100 Euro p.a erhöht -wie

schon gewohnt- und dazu noch der Beitrag von über 10%.

Summa summarumsind das dann nach dem letzten Jahr von rund

30% Erhöhung wieder einmalsatte 13,09%.

D.h. seit 2005 sind die Beiträge bei der Central für meine Person um

glatte 308,73% gestiegen. Richtig gelesen! Es ist auch kein Tippfehler

und auch kein Rechenfehler drin! Das in den letzten 7 Jahren, obwohl ich

schon seit den 80er Jahren dort versichert bin.

Das sieht echt nach einer Schieflage nicht nur des Gesundheitssystems

sondern auch der PKV aus.

Meine Frau trifft es ebenso mit Beitragssteigerungen seit 2005 von

schlappen 191,72%.“

Anstatt sich jedoch beim Koch zu beschweren, beschwert sich der Gast beim Kellner.

Die Fischsuppe (medium) by bob tagged kellner,ober,rechnung,restaurant,suppe,tod,fische,bob,hack

Dies und andere Wahrheiten zum Kellner AWD, so wie Maschmeyer es sieht, sind jetzt nachzulesen in einem Interview in finanzen.net, die Manchem auf den Magen stoßen.

Maschmeyer versteht es nicht, warum geprellte Anleger den Kellner AWD verklagen und nicht den Koch. Vielleicht, Herr Maschmeyer, hat der Kellner die versalzene Suppe als „potage a la perfect investissement financier“ angepriesen, Herr Maschmeyer. Und auslöffeln darf er jetzt alleine.

Und jetzt soll er die Rechnung ohne den Ober machen?

Allianz will Provinzial übernehmen

Immer da, immer nah, und bald zur Allianz? Die Allianz will die Provinzial übernehmen.

Der sogenannte „Rheingold“ -Deal soll die Allianz mehr als 2,25 Milliarden Euro kosten.

Die angeschlagenen öffentlichen Kassen, z.B. die des LWL, könnten sich dadurch etwas sanieren.

Sparkassen-Chef Gerlach ist wohl mit LWL-Direktor Kirsch nicht überein, so dass in Münster noch einige Gespräche zu führen sein werden.

So zu lesen in FT vom heutigen Tage.