Versicherungsvertreter – ein Muss für Makler, Versicherungsvertreter, Vermögensberater, Consultants und alle, die in der Branche zu tun haben

Ich habe ihn heute gesehen: Klaus Sterns Film Versicherungsvertreter.

Auch wenn vieles auf Göker und die MEG gemünzt war, erkannte man doch viele Dinge wieder, die sich auch in anderen Vertrieben abspielen.

Ein spannender Film, der mich – obgleich ich ja schon vieles gesehen hatte und vieles wusste – über 90 Minuten gefesselt hat!

Leider waren nur etwa 15 Besucher im Kino. Die Werbetrommel wurde wohl nicht richtig gedreht. Es waren wohl 15 Insider, die zufällig erfuhren, dass dieser Film spannende Unterhaltung bietet.

Und im Film waren sie zu sehen, die Repräsentanten von Versicherern, die sich über den jahrelangen Erfolg der MEG freuten, Seite an Seite mit Göker.

Mitarbeiter ließen sich die Initialen MEG eintätowieren. Viele übten Kritik, sprachen von sektenähnlichen Bedingungen, von einem eigenwilligen Göker.

Und es wurde behaupetet, dass der AWD überlegt haben soll, die MEG zu übernehmen. Göker führte angeblich Gespräche mit Maschmeyer.

Dann hatte man das Ziel, den AWD zu überholen.

Ein Mitarbeiter, von Göker spöttisch Revoluzzer genannt, fragte, wie man denn bei der MEG Erfolg haben könnte und bekam die Antwort, er müsse auf jeden Fall zu allen Veranstaltungen gehen.

Diese Veranstaltungen – man kennt das bei anderen Vertrieben auch – waren reine Jubelveranstaltungen mit „stundenlangen Ehrungen“.

Herr Stern, meinen Glückwunsch zu diesem spannenden und lehrreichen Film, der tief in die Abgründe eines Vertriebes blicken lässt, der in jeder Hinsicht alle Grenzen maßlos überschritten hat! Gier frisst Hirn wurde Wirklichkeit.

Ipad nicht in falsche Hände geben

Die Frage, ob man Ipads Eltern überlassen sollte, wird hier hier beantwortet.

Versicherungsvertreter für den deutschen Filmpreis nominiert

Nicht schlecht:

Klaus Sterns Film über die Auswüchse von ehemaligen Provisionssystemen bei deutschen Krankenversicherern mit dem Titel

VERSICHERUNGSVERTRETER – DIE
ERSTAUNLICHE KARRIERE DES MEHMET
GÖKER

war für den deutschen Filmpreis nominiert.

Ich werde mir den Film in den nächsten Tagen in Münster im Cinema ansehen.

Am 27.4.2012 in Berlin gab es dann aber leider nicht den deutschen Filmpreis. Diesen erhielt in der Kategorie Dokumentarfilm der Film Thomas Kufus – zero one film.

Hier Göker und Klaus Stern.

Das machts: Jedem ein Ipad

Der Gründer der DVAG, Herr Reinfried Pohl, wurde am 13.04.2012 in dem Online-Magazin Finanzen.net interviewt.
Auf die Frage: Was macht Sie so sicher, dass Ihre Berater das überhaupt können?, antwortete er: „Unsere Berater sind bestens ausgebildet und erhalten dazu eine fachliche und technologische Vertriebsunterstützung. Künftig bekommt bei uns jeder hauptberufliche Vermögensberater mit entsprechenden Leistungen bereits zum Start ein iPad. Obendrein investieren wir konsequent die permanente Schulung und Ausbildung in unseren zahlreichen Berufsbildungszentren. Dafür nehmen wir jährlich um die 50 Mio. Euro in die Hand“.
Fazit: Das iPad machts.
Im Geschäftsbericht teilt die DVAG mit unter der Überschrift Vorsorgeaufwendungen für den Außendienst und Ausbildungsinvestitionen, dass man im Rahmen eines Ausbildungssystems konzernweit 55,7 Mio. Euro in die Ausbildung und Qualifikation der Vermögensberater investiert habe.
Bei einer Mitarbeiterzahl von 37.000 sind dies 1.486,48 € pro Mitarbeiter.

Sinnvolle Begründung einer Verfahrenseinstellung

Zu meinem gestrigen Beitrag passt auch der Inhalt eines Schreibens der Staatsanwaltschaft, das ein Verfahren einstellte.

Sie begründete dies mit den Worten „ne bis in idem“ (wir Juristen wissen, dass es bedeutet, dass niemand zweimal wegen der selben Sache bestraft werden darf).

Als der Beschuldigte beim Gericht anrief und fragte, was das bedeutet, konnte ihm keiner helfen. Keiner kannte das.

Vielleicht sollte in Zukunft alles in Latein erklärt werden. Dann muss man Weisheiten, wie die von gestern, gar nicht erst verstehen.

Ich hätte der Richterin einfach antworten können:

„In magnis et voluisse sat est“, was so viel bedeutet wie

„Bei grossen Dingen genügt es auch, sie gewollt zu haben“…

Rechtsanwalt Kai Behrens